Alle erwarten ein Feuchter Schützenfest

Highlight oder Hypothek?

Schuss ins Glück: Beim 9:0 im Hinspiel gegen Sonnefeld am 1. Spieltag glänzte Stephan König mit einem Doppelpack. Seinem Sturmpartner Szymon Pasko gelang in Hälfte eins sogar ein lupenreiner Quattrick. | Foto: Kaufmann2018/10/DSC_8485.jpg

FEUCHT – An den 13. Juli dieses Jahres denken sie beim SC im Moment gerne zurück. Das 9:0 der Feuchter gegen Sonnefeld war der verheißungsvolle Auftakt in eine Landesligasaison, die bekanntlich im nächsten Mai mit dem Aufstieg in die Bayernliga enden soll. Nun zur Saison-Halbzeit steht mit dem ersten Spieltag der Rückserie erneut das Duell gegen die Kellerkinder aus Oberfranken an (Sonntag, 15 Uhr). Und so ziemlich alle Anhänger der Zeidler erwarten ein ähnliches Highlight wie im Hinspiel. Genau das bereitet Trainer Florian Schlicker jedoch ein wenig Sorge. Denn für seine Elf kann das Spiel in Sonnefeld zur Hypothek werden.

Fakt ist: Der SC Feucht kann in Sonnefeld eigentlich nur verlieren. Gemessen an dem Hinspielergebnis wäre alles außer ein erneuter Kantersieg eine herbe Enttäuschung für den hochfavorisierten Sportclub. „Genau das ist aber das Problem“, betont Schlicker. „Auch Sonnefeld hat sich im Lauf der letzten Wochen und Monate weiterentwickelt. Wir müssen dieses Spiel von Anfang an ernst nehmen. Wenn sich bei uns ein Schlendrian einschleicht, kann es ganz schnell nach hinten losgehen.“

Schlicker rotiert

Personell muss sich der Feuchter Übungsleiter für das Spiel beim abgeschlagenen Schlusslicht (nur vier Punkte) dagegen keine Sorgen machen. Nur Aleks Nikopoulos fällt aus, der Rest seiner Truppe ist einsatzbereit. Allerdings möchte Schlicker das Spiel beim Tabellenletzten nutzen, um zu rotieren oder wie er es formuliert: „Vielleicht bekommen ein paar Spieler mal eine Verschnaufpause.“

Und damit gleichzeitig seine zweite Garde die Chance, ein wenig Spielpraxis zu sammeln. Schließlich brauchen die Feuchter einen funktionierenden Kader, der anders als in der Hinserie personelle Schieflagen besser auffangen kann. Allzu tiefgreifend werden die Wechsel jedoch wohl nicht ausfallen, denn einen weiteren Patzer, so wie erst kürzlich beim 1:1 gegen Röslau, dürfen sich die Feuchter nach ihrem Abrutschen auf Platz vier nun definitiv nicht mehr erlauben, wenn sie nicht vorzeitig ihr großes Ziel Aufstieg begraben wollen.

Geprägt von diesen Eindrücken fällt auch Schlickers Halbzeit-Bilanz aus: „Ich würde uns aktuell eine Schulnote zwei geben. Unsere Punktausbeute ist nicht schlecht. Aber wir können auch die Tabelle lesen und sind nicht da, wo wir eigentlich stehen wollten. Im Moment laufen wir der Musik ein wenig hinterher.“ Ganz konkret sind es derzeit fünf bzw. sechs Punkte die den Feuchtern auf den Tabellenzweiten Bamberg und Primus Neudrossenfeld fehlen.

Kreuzer ist zufrieden

Etwas positiver fällt das Zwischenfazit von SC-Macher Manfred Kreuzer aus: „Wenn man sieht, was wir in der Hinrunde für Probleme mit Verletzten und Sperren hatten, können wir eigentlich zufrieden sein. Von den vier Mannschaften, die aktuell oben stehen, haben wir den schlechtesten Startplatz. Aber wir haben den Vorteil, dass wir noch alle drei Gegner zuhause haben.“ Eine stimmige Einschätzung der Situation, die jedoch nur dann Bestand haben wird, wenn die Feuchter weitere Patzer vermeiden.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann