Freibad, Jägersee, Alter Kanal

Hier genießen die Feuchter den Sommer

Badespaß im Feuchter Freibad.2018/05/Feucht-Sommer-1200x801-1.jpg

FEUCHT – Die Luft flirrt über den Getreidefeldern. Schwalben ziehen über den mit kleinen Zirren bedeckten Sommerhimmel. Perfekte Voraussetzungen für gelungene Pfingstferien. Wer Zeit hat, vergnügt sich im Grünen oder sucht Abkühlung im Wasser.

Es ist 10 Uhr und schon 25 Grad warm. Der Alte Kanal liegt ruhig im milden Morgenlicht, die Schatten der Bäume spielen leicht vom Wind bewegt auf dem grünen, stillen Wasser. Eine Feuchterin nutzt die Morgenstunden für eine erfrischende Radtour. Sie kommt oft hier her. Zu heiß ist ihr nicht. „Das Wetter ist absolut wunderbar. Ich genieße das sehr, besonders jetzt, wo es nachts noch abkühlt“, sagt sie.

Zwei Walker schnaufen heran. Ihnen strömt der Schweiß übers Gesicht und hinterlässt dunkle Flecken auf ihren blauen Sport-Shirts, aber sie laufen eisern weiter. Ihr Ziel: die Waldschenke am Brückkanal. „Mein Gott, freu ich mich auf ein Radler“, stöhnt der Ältere der beiden Läufer. Er ist 70 Jahre alt, sein Laufkumpan 66.

Auf zum Radler: Feuchter Walker auf dem Weg zur Waldschenke. | Foto: Mock2018/05/Feucht-Sommer-2.jpg

Die beiden sind auf dem Weg zum Biergarten. Belohnung für so viel Mühe müsse schließlich sein, finden sie. Regelmäßig drehen sie ihre Runde in Feucht, auch bei schlechtem Wetter. „Ehrlich gesagt sogar lieber“, sagt der 66-Jährige und wischt sich den Schweiß von der Stirn. „So bisschen Regen macht mir nichts, bin ja nicht aus Zucker. Aber das hier, das ist bisschen viel.“

Erstes Date am Jägersee

Wem die Hitze zusetzt, findet Erlösung am Jägersee. Er liegt malerisch versteckt im Wald zwischen Feucht und Röthenbach und ist noch ein echter Geheimtipp. Vormittags ist noch nicht viel los. Ein junges Paar kuschelt auf einer karierten Picknickdecke. Sie kommen aus Nürnberg und haben früher in der Feuchter Umgebung gelebt. Über Pfingsten haben sie sich ein paar Tage frei genommen und genießen jetzt ihren Urlaub.

„Wir kommen sehr gerne hier her zurück. Für uns ist es etwas besonderes, wir hatten hier unser erstes Date“, sagt der junge Mann und grinst etwas verlegen. Schade sei nur, dass mittlerweile so viel Müll das Ufer verschmutze. „So ein Verhalten ist asozial“, entrüstet er sich. Am Wetter haben die beiden nichts auszusetzen. „Das ist so herrlich, das muss man ausnutzen“, schwärmt seine Freundin und öffnet mit einem satten Klacken die Sonnencremetube.

Tauchen im Schwimmbad

Das Feuchter Freibad lockt ebenfalls mit Abkühlung. Es riecht nach Kiefern, Chlor und ein wenig nach Pommes und Currywurst. Typischer Schwimmbadgeruch. Die Luft ist erfüllt vom Quietschen vergnügter Kinder. Eine Familie planscht mit ihrem kleinen Mädchen in der Sonne. Der Vater, ein bärtiger Riese mit Tattoos, kriecht als Krokodil durchs Babybecken. Die Kleine jauchzt, spritzt mit Wasser und flüchtet sich zu Mama.

Tauchlehrer Wolfgang Popp erklärt Feuchter Ferienkindern, wie abtauchen funktioniert. | Foto: Mock2018/05/Feucht-Sommer-4.jpg

Noch mehr Action bietet die Tauchschule Devil Divers in ihrem Seminar Bubblemakers. Tauchlehrer Wolfgang Popp sitzt mit seinen vier Teilnehmern im Schatten und gibt ihnen eine kurze Theorieeinführung, bevor sie buchstäblich in die Praxis eintauchen. Er erklärt den Feuchter Ferienkindern die Funktion der Flossen und des Jackets mit all seinen Schläuchen, Druckmessern und Atemreglern. Das Wichtigste ist: „Tauchen ist Vertrauenssache.“

N-Land Magdalena Mock
Magdalena Mock