Baumspende zum Jubiläum

Geburtstagslinde soll wachsen und gedeihen

Wenn Experten zum Spaten greifen: In kurzer Zeit stand das Bäumchen aufrecht. Angepackt haben (linkes Bild, von rechts): Hans-Peter Renner, Karl Pickel, Wolfgang Lahm,Gerd Steuer, Siegfried Zeus, Bernd Körner (vorne) und andere Vereinsvertreter. | Foto: Gisa Spandler2019/05/Feucht-Silbierlinde2.jpg

Zum 125-jährigen Jubiläum des Landesverbands der Gartenfreunde erhalten die Feuchter eine Baumspende für die Grünanlage an der Wiesenstraße.

Er möge wachsen und gedeihen, das wünschten alle Gäste dem frisch gepflanzten Baum in der Anlage an der Wiesenstraße beim Lechle. Anlass für den kleinen Festakt unter freiem Himmel war immerhin das 125-jährige Jubiläum des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege im laufenden Jahr. Zu den Aktionen, mit denen dieses Jubiläum gefeiert wird, gehört auch eine bayernweite Pflanzaktion. Der Landesverband schenkt seinen 77 Kreisverbänden je eine Silber-Linde. Für den Landkreis Nürnberger Land wurde Feucht als Standort ausgewählt, und darauf ist man auch mächtig stolz.

Experten am Werke

Dass da Fachleute am Werk waren, merkte man sofort, denn der bereits sechs oder sieben Jahre alte Baum mit einer Höhe von etwa vier Metern stand, bestens vor Wind und Wetter geschützt und fachgerecht eingegossen, in nicht einmal einer halben Stunde. Immerhin griffen ja die Experten zu Spaten und Gießkannen, darunter der erste Vorsitzende des Kreisverbands Nürnberger Land der Vereine für Gartenbau und Landespflege, Wolfgang Lahm, ebenso dessen Geschäftsführer und Kreisfachberater am Landratsamt, Hans-Peter Renner, sowie als Hausherr der Vorsitzende des Feuchter Vereins für Gartenbau und Landespflege, Karl Pickel, Bernd Körner vom Obst- und Gartenbauverein Unterferrieden, Feuchts dritter Bürgermeister Gerd Steuer und Siegfried Zeus vom Kreislehrgarten in Ezelsdorf.

Ehre für die Feuchter

Karl Pickel empfand es als Ehre, dass die Jubiläumslinde in Feucht stehen darf und – wenn sie in 30 Jahren hoffentlich 25 Meter hoch gewachsen ist – ausreichend Schatten spenden wird. Immerhin wurde der Ort unter allen 16 Ortsvereinen im Landkreis ausgesucht.

Gerd Steuer gratulierte für die Marktgemeinde und bedauerte, dass solche Bäume nicht mehr in den Zentren der Ortschaften gepflanzt werden können, weil dort die Bebauung zu dicht ist. Wolfgang Lahm ging kurz auf den Spender, den Landesverband der Gartenfreunde, ein und berichtete, dass unter dessen Dach 3300 örtliche Vereine organisiert sind.

Baum als Symbol

Er sah den Baum symbolisch für die Gartenbauvereine: Bei guter Pflege wachse und gedeihe er, versorge alle seine Teile mit Energie, spende Luft zum Atmen, sei fest verwurzelt in der heimischen Erde und erhole sich auch von stressigen Situationen. „Diese Beständigkeit, Kraft und Ausdauer wünsche ich auch unseren Vereinen, unserem Kreisverband und dem Landesverband“, schloss er.
Neben dem neu gepflanzten Bäumchen befindet sich ab sofort ein Granitquader mit einer Tafel, die Eckdaten zu dem besonderen Baum verrät.

Bei dem Gewächs handelt es sich um eine Ungarische Silberlinde, die bis zu 30 Meter hoch werden und eine ausladende 20 Meter breite Krone entwickeln kann, so dass also ein stattlicher Schattenspender zu erwarten ist. Jährlich wird die Linde bei guter Pflege 40 bis 50 Zentimeter wachsen und im Juli gelbe, stark duftende Blütendolden ausbilden. Dieser Baum-Typ wird seit etwa 1770 in Mitteleuropa angepflanzt und von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau als „Zukunftsbaum“ empfohlen, weil er besonders anpassungsfähig an die sich ändernden Klimabedingungen und gleichzeitig eine wertvolle Nahrungsgrundlage für Insekten ist.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler