3:0-Heimsieg gegen Lichtenfels

Feuchts Standard-Spezialisten schlagen zu

Da war's passiert: Stephan König köpft relativ unbedrängt zum vorentscheiden 3:0 für seine Feuchter ein. | Foto: Kaufmann2018/09/scfeuchtfclichtenfels.jpg

FEUCHT – Wenn in dieser Saison im Waldstadion das Flutlicht angeht, hat der SC Feucht schon so gut wie gewonnen. Von den sechs Abendpartien konnten die Zeidler bislang vier für sich entscheiden und diese famose Serie setzten sie auch am Freitagabend gegen den FC Lichtenfels fort. Mit einem verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg durch Tore ihres Sturmduos Nico Wessner (3./5. Minute) und Stephan König (50.) sicherten sie nach hinten Platz drei ab und konnten nun sogar schon den vierten Dreier in Folge feiern.

Nachdem unter der Woche ein Magen-Darm-Virus bei den Feuchtern gewütet hatte, musste Trainer Florian Schlicker kurzfristig auf Spielmacher Fabian Klose verzichten, für ihn rutschte Salim Ahmed in die Startelf. Flachgelegen hatten auch Yaser Kaya und Nico Wessner, aber beide Stammspieler waren rechtzeitig wieder so fit geworden, dass sie von Beginn an auflaufen konnten.

Zum Glück aus Feuchter Sicht. Denn Feuchts linken Außenverteidiger Kaya und Stoßstürmer Wessner gelang es, die Partie bereits innerhalb der ersten zehn Minuten in die richtige Richtung zu lenken. Die Lichtenfelser waren noch nicht mal auf Betriebstemperatur, das stand es bereits 2:0 für die Hausherren. Bezeichnenderweise waren es zwei Standards, die das Spiel entschieden. In der 3. Minute stieg Wessner nach einer Ecke von Kaya im Fünfmeterraum am höchsten und nickte wuchtig zur Führung ein. Nur 120 Sekunden später war es wieder Wessner, der – diesmal nach einem Freistoß von Julian Schäf knapp 20 Meter links vor dem Tor – einen Kopfball an den Innenpfosten setzte, von wo die Kugel dann ins Netz trudelte.

Feucht ließ nun locker den Ball laufen, erlaubte sich aber zu viele Fehlpässe. Auch den Abschlüssen fehlte die nötige Präzision, so dass die Schüsse von Junior Betsi Mbetssi (22.), Felix Spielbühler (27.) und Michael Eckert (39.) allesamt daneben oder darüber gingen. Die Gäste, scheinbar geschockt vom frühen Doppelschlag, agierten weiter viel zu harmlos, bis zur Pause brachten sie keine ernsthafte Torchance zu Stande.

3:0 zum perfekten Zeitpunkt

Das änderte sich jedoch in Durchgang zwei. Zumindest gelang es den Lichtenfelsern direkt nach Wiederanpfiff deutlich mehr Druck aufzubauen. Aber gerade in der Sturm und Drang-Phase der Oberfranken fiel dann das 3:0 für die Hausherren. Wieder ein Standard, wieder war Kaya beteiligt, nur dass diesmal König per Kopf zu Stelle war (50.). Lichtenfels versuchte, im direkten Gegenzug zu antworten, aber SC-Keeper Andreas Sponsel machte sich lang und fischte den verdeckten Schuss gerade noch so aus dem Eck.

Damit war ihre Chance auf den Anschlusstreffer verpufft und irgendwie auch die Hoffnung, hier noch einmal zurückzukommen. Denn in der restlichen Spielzeit passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel. Feuchte wollte nicht und Lichtenfels konnte nicht. Und der eisige Wind, der durchs Waldstadion pfiff, raubte beiden Mannschaften auch noch den letzten Tropfen Motivation. Selbst SC-Coach Schlicker musste hinterher zugeben: „Für die Zuschauer war das heute kein schönes Spiel.“ Von den 171 Zuschauern an diesem Abend wollte ihm da sicher niemand widersprechen.

1. SC Feucht: Andreas Sponsel, Julian Schäf, Bastian Leikam, Ljuban Ivic, Yasar Kaya (70. Nicolae Oltean), Salim Ahmed (78. Fatih Boynügrioglu), Michael Eckert, Junior Betsi Mbetssi, Felix Spielbühler, Nico Wessner (59. Manuel Langhans), Stephan König – Trainer: Florian Schlicker

1. FC Lichtenfels: Christoph Kraus, Pascal Graf, Kevin Wige, Martin Hellmuth, Lukas Dietz (35. Christoph Mohr), Pascal Scholz, Dennis Schunke (46. Luca Ljevsic), Niklas Lulei, Christopher Schaller, Tobias Zollnhofer (82. Edgar Wagner), Lukasz Jankowiak – Trainer: Christian Goller

Schiedsrichterin: Barbara Karmann (Sandizell)

Zuschauer: 171

Tore: 1:0 Nico Wessner (3.), 2:0 Nico Wessner (5.), 3:0 Stephan König (50.)

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann