Geldbeutelwaschen am Sparkassenplatz

Feucht-fröhlich gibt Rathausschlüssel zurück

Beim Auswaschen der Geldbörsen entdeckte Mecki Binder tatsächlich ein besonderes 500-Euro-Exemplar, neidvoll beobachtet von Präsident Pascal Czerwek (links), Norbert Reh (3.v.l.), SPD-Landtagskandidatin Kerstin Gardill (4.v.l.), Konrad Rupprecht (rechts), Barbara Räbel (2.v.r.), Grünen-Kreisvorsitzende Gabriele Drechsler (3.v.r.) und Gerd Steuer. | Foto: Spandler2018/02/15-02-feucht-geldbeutel1.jpg

FEUCHT – Beim traditionellen Geldbeutelwaschen auf dem Feuchter Sparkassenplatz waren sich alle einig: Die Session war kurz, aber heftig, und wurde als ausgesprochen gelungen bezeichnet, nicht nur von den Verantwortlichen der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich (FF). Zur tradtionellen Rückgabe des Rathausschlüssels waren – im wichtigen Wahljahr – etliche Lokalpolitiker versammelt sowie Unterstützer der Karnevalisten wie Sparkassen-Geschäftsstellenleiterin Barbara Räbel.

Bei eisigen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein blickte FF-Präsident Pascal Czerwek zurück auf die einzelnen Highlights, die mit dem Rathaussturm begannen, bei dem man Bürgermeister Konrad Rupprecht den Schlüssel für sein Amtsgebäude entführte. Er dankte dem Gemeindechef und auch dem stellvertretenden Landrat Norbert Reh für die stete Unterstützung der Feucht-fröhlichen und blickte bereits auf die nächste Session voraus.

Ausgezeichnete Session

Ehrenpräsident Franz „Mecki“ Binder bedankte sich bei Czerwek, der eine ausgezeichnete erste Session als Präsident mit einer hervorragenden Mannschaft hingelegt und durchgehend bewiesen hätte, dass hier „der richtige Mann an der richtigen Stelle“ sei.

Mit Bezug auf die Veranstaltungen bei und für die Lebenshilfe erklärte er, dass es ihm ein besonderes Anliegen und eine wirkliche Freude sei, auch Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, in diese Form der Brauchtumspflege miteinbeziehen zu können.

Luther-Geschenke im Luther-Jahr für den Bürgermeister vom FF-Ehrenpräsidenten Binder. | Foto: Spandler2018/02/feucht-geldbeutel2.jpg

Er selber hätte keine der offiziellen Veranstaltungen von Feucht-fröhlich versäumt, berichtete er nicht ohne Stolz und übergab dem Bürgermeister zum Dank für sein Wohlwollen den Karnevalisten gegenüber Lutherbier, Luther-Untersetzer und Luther-Aufkleber.

Als Stellvertreter des Landrats bedankte sich Norbert Reh für die jährlichen Besuche im Landratsamt und äußerte mit einem Augenzwinkern die Bitte, die Feucht-fröhlichen mögen doch in Zukunft auch die Bürgerversammlungen übernehmen, denn beim Vergleich der Faschingssitzungen und der Info-Veranstaltungen für die Bürger seien ihm etliche Parallelen aufgefallen: „Viel Unterschied ist nicht.“

Profitables Reinemachen

Beim offiziellen Akt des Geldbeutelwaschens stellte sich heraus, dass doch so manche Banknote zum Vorschein kam, wenn auch in verdächtiger Ausführung und Größe. Die Rückgabe des Rathausschlüssels ging nicht ganz so glatt, weil Pascal Czerwek erfuhr, dass Bürgermeister Rupprecht Ende der Woche in Urlaub fährt. Da könne man doch Amtszimmer ruhig noch eine Weile besetzen. Damit war der „Kony“ aber nicht einverstanden, weil er sich davon keine große Unterstützung durch die Narren erhoffte.

„Seit 22 Jahren warte ich, dass während der Faschingszeit von Feucht-fröhlich etwas im Rathaus gearbeitet wird“, gestand er, aber leider sei das noch nie der Fall gewesen. Aus diesem Grund übergab er den Schlüssel lieber dem dritten Bürgermeister Gerd Steuer, zu dem er entschieden mehr Vertrauen hatte, was die Erledigung der Amtsgeschäfte angeht.

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