Juz-Leiter legt Sozial- und Kulturausschuss Erfahrungsbericht vor

Erfolgreiche Arbeit trotz räumlicher Enge

Der Neubau für das Jugendzentrum beginnt langsam zu wachsen und damit auch die Vorfreude von Juz-Team und Nutzern.2014/11/juzprov_New_1417099231.jpg

FEUCHT – Trotz beengter Verhältnisse und Ausweichstandort wird im Feuchter Jugendzentrum eine sehr gute und vor allem erfolgreiche Arbeit geleistet. Dafür gab es Lob aus allen Fraktionen für JuZ-Leiter Manfred Schmid, der dem Sozial- und Kulturausschuss den obligatorischen Erfahrungsbericht vorlegte. Sein Fazit: „Sollte die Arbeit weiter so gelingen, sind das JuZ, seine Besucher und Mitarbeiter mitsamt den Angeboten gut gerüstet für den Umzug ins neue Gebäude.“ Nachdem jetzt auch ein Baufortschritt sichtbar werde, beginne „die fassbare Freude auf den anstehenden Umzug.“ Im Hinblick auf den Neubau bezeichnete der JuZ-Leiter die Zusammenarbeit mit dem Bauamt als sehr gut.

Schmid berichtete davon, dass dem Jugendzentrum weiterhin 108 Wochenstunden, verteilt auf vier Mitarbeiter, zur Verfügung stehen, wobei in der Regel zwei Mitarbeiter vor Ort sind. Die Öffnungszeiten betragen ebenfalls unverändert 30,5 Stunden pro Woche.

Die Turnhallen stehen für vier Angebote in der Woche zur Verfügung. Für einzelne Angebote (Sportangebote, Trommelkurs) hat es sich im vergangenen Jahr bewährt, im Rahmen der sogenannten „Übungsleiterpauschale” geeignete, ehrenamtliche Honorarkräfte als Unterstützung einzusetzen, um einen Einsatz von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern für Sportangebote zu
vermeiden.

Besucherstruktur

Das Jugendzentrum war im letzten Jahr durchgehend gut besucht. Das Einstiegsalter, so Schmid, liege unverändert im Bereich neun/zehn bis zwölf Jahre. Ab 16 würden andere Interessen wichtiger und das Jugendzentrum diene nur als Treffpunkt, wenn nichts anderes anstehe. Aktuell gebe es einen größeren Besucherzuwachs bei den 5. und 6. Klassen, sowohl von der Mittelschule als auch von der Realschule. Zeitweise stoße das Platzangebot in den Raummodulen an seine Grenzen und nicht für alle Cliquen sei genug Platz für individuellen Freiraum vorhanden. Während des letzten Winterhalbjahres sei das JuZ ab 20 Uhr überdurchschnittlich besucht gewesen. Auch seit der Sommerpause 2014 sei die Einrichtung vor 20 Uhr wie gewohnt sehr gut, ab 20 Uhr schlecht besucht.

Aus dem neuen Baugebiet im Reichswald würden aktuell eher weniger Kinder und Jugendliche kommen. Aus anderen Teilen aus Feucht kämen aber durchaus Kinder und Jugendliche ins JuZ, die neu nach Feucht zugezogen sind. Schmid vermutet, dass die Altersstruktur im Neubaugebiet wohl erst in ein paar Jahren neue Besucher für das JuZ bringen wird. Jugendliche aus dem Parkside, die 14 bzw. älter sind, hätten zwar das JuZ schon besucht, sie hätten aber bereits Freunde am alten Wohnort bzw. an Schulen in Nürnberg, die in dem Alter nicht mehr aufgegeben werden. Die Öffentlichkeitsarbeit lief wie gewohnt über die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen wie Jugendtag, Bürgerfest, Weihnachtsmarkt sowie dem Tag der offenen Tür. Online stehen ein Facebook-Account und eine eigene Blogseite zur Verfügung. Im Parkside wurde aktiv durch Flyer Werbung betrieben und seit Öffnung des Waldspielplatzes im Reichswald werde auch dort aktiv für das JuZ geworben.

Zunehmend wichtiger werde die Elternarbeit. Laut Schmid wollen Eltern sich persönlich einen Eindruck verschaffen, wo ihre Kinder hingehen. Es gebe aber auch Fälle, in denen Eltern Kinder vorbeibringen, mit dem Hinweis, sie wären alt genug und sollten ins JuZ gehen und an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen, anstatt zu Hause herumzusitzen.

Unverändert sind seit ein paar Jahren die Öffnungszeiten und die Gruppenangebote. Die jungen Besucher würden aber auch sehr intensive pädagogische Arbeit während des Offenen Treffs erfordern. „Sie wollen mit verschiedenartigen Angeboten beschäftigt werden bzw. auch neue Spiele etc. kennenlernen. Auch erfordert die Gruppendynamik ein hohes Maß an pädagogischer Begleitung.“

Wenn das JuZ in den Nachmittagsstunden gut besucht sei, würden die anwesenden Mitarbeiter durchaus an ihre Grenzen kommen. Kooperationen fanden u.a. mit der Jugendarbeit an der Mittelschule, Streetwork, Kreisjugendring, Jugendzentren im Nürnberger Land sowie Jugendzentren in Nürnberg statt. Dass es zukünftig auch Jugendarbeit an der Grundschule gibt, freut das JuZ-Team besonders, da dann auch dort ein Ansprechpartner vorhanden ist, wo einige Kinder die dritte und vierte Klasse
besuchen.

Mobile Raummodule

Die Übergangslösung aus mobilen Raummodulen nannte Schmid gut durchdacht und geplant. Aus der praktischen Erfahrung erweise sie sich als eine gute Möglichkeit, den JuZ-Betrieb während der Neubauphase aufrechtzuerhalten.

Grenzen würden definitiv in den räumlichen Möglichkeiten (Anzahl der Räume) liegen.

Das Raumklima sei nicht unbedingt gut, da es im Sommer sehr schnell heiß und im Winter sehr kalt ist, und die vorhandene Raumluft schnell verbraucht ist. Negativ bemerkbar mache sich die weitere Entfernung zur Mittelschule und zum Bahnhof.

Bürgermeister Konrad Rupprecht bestätigte auch seitens des Rathauses eine sehr gute Zusammenarbeit und Herbert Bauer ergänzte, dass das investierte Geld Früchte trage.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl