Jungen und Mädchen lassen sich zu Scouts ausbilden

Durch den Mediendschungel

Referent Michael Posset erklärt den Schülern der Medienscout AG, wie man ein sicheres Passwort anlegen kann.2015/02/Feucht_Medienscouts.jpg

FEUCHT – Die Medienscout Arbeitsgemeinschaft (AG) der Mittelschule Feucht beschäftigte sich einen ganzen Tag lang mit Datenschutz. Referent Michael Posset und der Kreisjugendring (KJR), der das Projekt finanziert, bildeten die Gruppe von neun Schülern zu kleinen Profis aus.

„Medienarbeit ist ein wichtiges Thema, da kann man gar nicht genug reinbuttern“, sagte Babara Otte, die sich um die Jugendsozialarbeit an der Schule kümmert. Ziel ist es, am Ende des Schuljahres eine selbstständig erarbeitete Unterrichtsstunde in den unteren Jahrgangsstufen zu halten. „Probieren kann man es ja mal“, ist die Devise von Michelle Wolfsfellner, Schülerin der achten Klasse. Jeden Donnerstagnachmittag treffen sich die Schüler freiwillig in der AG. Hauptthemen sind: Computersucht, soziale Netzwerke, Datenschutz und Downloads. Um sich einen guten Überblick zu verschaffen und das Thema Datenschutz vertiefen zu können, beschäftigten sich die Teilnehmer der Mediengruppe einen ganzen Tag mit diesen Themen. Referent Michael Posset führte sie genau in die Thematik ein.

Einer der Punkte war, wie man ein Passwort gut und sicher anlegt. Dazu gab er fünf Tipps, die den Jugendlichen noch gar nicht so bewusst waren. Sie waren ganz überrascht, als er erklärte, dass ein Computerprogramm ein kleingeschriebenes sechsstelliges Passwort in 6,8 Sekunden entschlüsseln kann. Je mehr Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen, desto schwerer kann es geknackt werden. Auch ist es nicht ratsam, überall die selben Passwörter zu verwenden, das ist den Schülern jetzt klar.

Die Achtklässler lauschten interessiert und hatten immer wieder Fragen zum Thema. „Aber das ist ja voll die Arbeit“, ruft Michelle, als der Tipp kommt, das Passwort regelmäßig zu ändern, um einen hohen Schutz garantieren zu können. Der Dozent betont: „Ihr müsst das nicht machen, aber mein Ziel dabei ist es, dass ihr euch daran erinnert, was ich euch erkläre.“

Dem Referenten war es wichtig, das Bewusstsein zu stärken, damit die Schüler Informationen und Wissen reflektiert betrachten können.

Er machte den Jugendlichen bewusst, wie viele Daten sie über Facebook, Whatsapp und Co. freiwillig und aktiv verbreiten. „Bloß, weil ihr nichts zu verbergen habt, ist das noch lange kein Grund, dass niemand eure Daten hat“, sagt er und rät ihnen, vorsichtig mit Posts und Bildern umzugehen.

Zum Schluss bündelten alle noch einmal ihre Kräfte und fassten zusammen, was sie den jüngeren Schülern vermitteln wollen. „Es hat Spaß gemacht, weil ich es interessant fand“, sagte der Schüler Mustafa Emir Savas zum Schluss.

Die Medienscout-AG findet im Projekt „Medienmobil“ statt, für welches der KJR über den Bayerischen Jugendring Zuwendungen aus dem Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung erhält.

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