Vor einer Entscheidung sind Fragen zu klären

DAV plant Anbau an bestehende Kletterhalle

FEUCHT – Bevor in den Gremien der Marktgemeinde zu einem von der DAV-Sektion Feucht geplanten Anbau an die bestehende Kletterhalle an der Wilhelm-Baum-Turnhalle Entscheidungen fallen, müssen noch viele Fragen geklärt werden. Das ist das Ergebnis der ersten Beratung im Hauptausschuss der Marktgemeinde.

Die Pläne der DAV-Sektion sehen einen zweigeschoßigen Anbau an die Kletterhalle vor, der neben einem Boulderraum (ca. 200 Quadratmeter) einen Seminarraum, Garagen für den mobilen Kletterturm (derzeit im alten Bauhof untergebracht) und einige Funktionsräume für Vereinsmaterial (derzeit im Gebäude am alten Friedhof).

Das Vorhaben begründet die Sektion mit der Tatsache, dass Bouldern immer beliebter wird und man diese Sportart auch ohne Seilpartner betreiben kann. Bouldern zähle zudem zum Ausbildungsprogramm bei der Aus- und Weiterbildung von Kletterbetreuern und Trainern. Die Kletterwände sind dabei maximal vier Meter hoch und mit dicken Bodenmatten abgesichert. Eine Seilsicherung des Kletternden ist damit nicht nötig. Dies – so die DAV-Sektion Feucht – wäre auch für Schulen und andere Verbände interessant, da in vielen Fällen erfahrenes Sicherungspersonal rar ist. Hingewiesen wird auch darauf, dass das Vereinsmaterial auf verschiedene Standorte verteilt ist, wodurch ein nicht unerheblicher Aufwand des Zusammentragens bei Veranstaltungen entsteht.

Der Alpenverein Feucht würde gerne das aktuelle Zinstief ausnutzen, um die Fianzierung der Maßnahme zu erleichtern. Dafür braucht man aber grünes Licht von der Marktgemeinde, denn die ist Grundbesitzer. Für die Beratung im Hauptausschuss legte man seitens der Sektion Feucht eine erste Skizze vor, um den Markträten eine Vorstellung zu vermitteln, wie man sich eine Verwirklichung vorstellen kann.

Zwar sprach sich in der Diskussion niemand grundsätzlich gegen das Vorhaben aus, jedoch wurden viele Fragen aufgeworfen: So wäre z.B. die Zufahrt zum Anbau nur über die Skateranlage möglich, wo werden die Stellplätze nachgewiesen, wie steht es aus mit den Abstandsflächen zur Wilhelm-Baum-Turnhalle, ist der Brandschutz gewährleistet, erteilt die Untere Naturschutzbehörde eine Rodungserlaubnis?

Seitens der Verwaltung wurde darauf hingewiesen, dass eine Erweiterung der zusätzlich benötigten Parkplätze an diesem Standort nicht möglich ist und bereits jetzt an den Wochenenden ein Parkplatzproblem besteht. „Was wollen wir den Anwohnern noch zumuten“, brachte es Gerd Steuer auf den Punkt. Ob man das Vorhaben nicht auch „waldschonender“ verwirklichen könne, fragte Inge Jabs, mit der sich auch die anderen Ausschussmitglieder einig waren, dass noch einiges überdacht werden muss. So verblieb man denn auch einstimmig und beauftragte die Verwaltung, die aufgeworfenen Fragen in Hinblick auf Bebaubarkeit des Grundstücks, Zuschussmöglichkeiten und vertragliche Gestaltung zu klären und die Ergebnisse zur abschließenden Entscheidung vorzulegen.

Lagerhalle für Vereine?

Klärungsbedarf besteht auch zum Antrag des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Feucht, der im Anschluss an das Feuerwehrzentrum der Marktgemeinde eine Lagerhalle für vereinseigenes Material auf dem Grundstück der Marktgemeinde auf eigene Kosten errichten will.
Im Sinne der Gleichbehandlung aller Vereine soll auf Vorschlag von Alexander Hommel erkundet werden, ob nicht auch andere Vereine Bedarf für Lagermöglichkeiten haben. Dies soll bei der Zusammenkunft der Vereinsvorsitzenden im Oktober thematisiert werden. Dann will man sich erneut mit dem Thema befassen.

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