Neues Pflanzkonzept Feucht

Das große Blühen

Hornklee und andere robuste Blühplanzen könnten im kommenden Jahr die Rasenflächen in Feucht zieren und Bienen und Insekten als Nahrungsquelle dienen. | Foto: Adobe Stock2019/12/Feucht-Pflanzkonzept-Hornklee-Adobe-scaled.jpeg

FEUCHT – Die Tage von geziert arrangierter Wechselbepflanzung könnte in Feucht bald gezählt sein. Als Reaktion auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hatten CSU-Bürgermeisterkandidat Oliver Siegl und SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Trapp im Frühjahr Anträge zum Artenschutz gestellt.

Frühblüher und Käferbäume

Wie im Antrag von Siegl gefordert hat der Bauhof nun eine Liste mit den bisherigen Anstrengungen der Gemeinde zum Erhalt der Artenvielfalt zusammengestellt. Um Bienen und anderen Insekten bereits im Frühjahr ein vielfältiges Nahrungsangebot bieten zu können, hat der Markt Feucht etwa zusätzliche mehrjährige Blumenzwiebeln von  Frühblühern in bestehende Beete und Grünflächen eingefräst und dann verwildern lassen. So etwa am Eichenhain. Tote Bäume, die Käfern, Vögeln und kleinen Säugetieren als Lebensraum dienen, werden zudem nach Möglichkeit erhalten und nur dann gefällt, wenn sie eine Gefahr für den Verkehr darstellen.

Trapp hatte in seinem Antrag gefordert, dass Straßenränder maximal zweimal im Jahr gemäht werden, Rasenflächen, wie etwa die an der Regensburger Straße/Spinnbahn, als Blumenwiesen angelegt werden. Verkehrsinseln sollten grundsätzlich überwiegend mit Blühpflanzen bepflanzt werden. Wegen des Insektenschutzes sollte die Gemeinde zudem auf eine wechselnde Bepflanzung verzichten.

Blühende Inseln im Verkehr

Auf die beiden Anträge hin hat die Gemeinde ein neues Pflanzkonzept erstellen lassen, das in der jüngsten Sitzung des Feuchter Bauausschusses vorgestellt wurde. Der Umweltbeirat hatte dem Konzept bereits im November zugestimmt. Bestehende Verkehrsinseln sollen sich demnach in blühende Flächen verwandeln. Sofern es deren Größe zulässt schlägt der Bauhof vor, dort Blumenwiesen anzulegen. Auch die Rasenflächen im Parkside oder am Lechle sollen nach und nach mit Blumeninseln aufgewertet werden. Verwendet werden überwiegend einheimische, bienenfreundliche und ausdauernde Pflanzen. Sonnige Flächen könnten demnach bald verschiedene Thymianarten, Sandnelke, Hornklee, Wiesensalbei, Königs- und Nachtkerze sowie Silberfingerkraut und andere Blühpflanzen schmücken. Im schattigen Bereich fühlen sich etwa Lungenkraut, Blutstorchschnabel, Herzgespann, Blutweiderich und echter Beinwell wohl.

Feucht : Gemeinde spart Geld

Um möglichst wenig nachpflanzen zu müssen, sieht das Pflanzkonzept mehrjährige Saatmischungen vor. Neben dem Umweltaspekt könnte die Gemeinde so zusätzlich Geld sparen, denn die vorgeschlagenen Pflanzen sind genügsam und brauchen nicht viel Pflege. Gemeindeeigene Rasen- und Wiesenflächen wie die am Gauchsbach sollen, wie im SPD-Antrag gefordert, höchstens zweimal im Jahr gemäht werden. Die erste Mahd darf frühestens nach Mitte Juni erfolgen. Dies bezieht sich auch auf Straßenränder.

Ohne große Diskussion stimmten alle Mitglieder des Bauausschusses dem vorgelegten Konzept zu und empfahlen dem Gemeinderat, es bereits im kommenden Jahr umzusetzen.

N-Land Magdalena Gray
Magdalena Gray