FC Herzogenaurach kommt ins Waldstadion

Aufsteiger-Wochen beim SC Feucht

Laola mit dem Weltfußballer: Das Abschiedsspiel von Lothar Matthäus und der spätere Aufstieg lösten beim FCH so viel Euphorie aus, von der die Pumas offensichtlich noch jetzt in der Landesliga profitieren. | Foto: Zink2018/09/20180513_herzogenaurach_huettenbach_thha_0081-1.jpg

FEUCHT – Wöchentlich grüßt das Murmeltier! Nach dem SC Großschwarzenlohe bekommen es die Feuchter am Freitagabend (19 Uhr) im Waldstadion schon wieder mit einem Aufsteiger zu tun. Der FC Herzogenaurach ist allerdings ein ganz anderes Kaliber als der Auswärtsgegner von letzter Woche.

Zwar liegen die ruhmreichen Zeiten des Traditionsklubs aus der Turnschuh-Stadt schon Jahrzehnte zurück. Aber der Landesliga-Novize hat sich heuer offensichtlich schnell an die neue Umgebung gewöhnt und liegt mit nur drei Zählern weniger und Platz fünf in Schlagdistanz zum Ligadritten SC Feucht (25 Punkte).

Dass es den FCH innerhalb von zwölf Spieltagen gleich so weit nach oben gespült hat, kommt für Feuchts Trainer Florian Schlicker doch „einigermaßen überraschend“. Irgendwie aber auch wieder nicht. Denn die Qualitäten der Herzogenauracher liegen auf der Hand: „Sie sind schon seit Jahren zusammen, in ihrem Kader herrscht kaum Fluktuation“, zählt Schlicker auf.

Vorne hui, hinten auch hui

Ihr bester Torschütze Eric Stübing hat mit seinen acht Treffern genauso viele wie Feuchts immer noch gesperrter Toptorjäger Szymon Pasko auf dem Konto. Außerdem, so Schlicker, „bekommen sie kaum Gegentore und schießen dafür vorne ziemlich viele.“ Gleich vier Mal in den letzten sechs Liga-Partien leuchtete am Ende ein 3:0-Sieg für die Herzogenauracher auf der Anzeigetafel. Vorne hui, hinten auch hui – das macht die Truppe von Spielertrainer Jakob Karches (32) so brandgefährlich.

Weil die Herzogenauracher so schwer zu knacken sind, lautet Schlickers Plan: „Wir müssen sie aus ihren gewohnten Strukturen rauslocken.“ Wie das gehen soll, bleibt sein Geheimnis.

Da die wochenlangen personellen Probleme nun endlich ausgestanden scheinen, und bis auf Pasko alle Mann einsatzfähig sind, stehen ihm nun wieder alle taktischen Möglichkeiten offen. „Das ist tatsächlich eine ganz ungewohnte Situation für mich“, erklärt Schlicker. Aber definitiv eine Situation, an die sich er und sein Trainerteam dauerhaft gewöhnen könnten. 

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Schäf, Leikam, Mbetssi, Kaya –Ivic, Eckert – Klose, Ahmed, Spielbühler – Wessner

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann