Riesenüberraschung in der Feuchter Einrichtung

Anonyme Spende über 10.000 Euro ans Tierheim

Tierheimleiterin Ulrike Lang und Verwaltungsangestellte Birgit Tarakci staunten nicht schlecht. Die 10.000 Euro kann das Tierheim, das viele kranke und alte Tiere betreut, sehr gut gebrauchen. | Foto: privat2016/06/Feucht-Tierheim-Spende.jpg

FEUCHT – Am Mittwochmorgen erhielt das Tierheim Feucht einen unscheinbaren Umschlag mit erstaunlichem Inhalt: 10.000 Euro schenkte ein edler, anonymer Spender.

Birgit Tarakci, Verwaltungsangestellte des Tierheims Feucht, staunte nicht schlecht, als sie am Morgen des 1. Juni an ihrem Schreibtisch saß und die Post öffnete. In einem einfachen DIN A5-Umschlag, auf dem lediglich mit blauem Filzstift das Wort „Spende“ geschrieben stand, lagen 10.000 Euro in bar. Den Umschlag hatte sie kurz zuvor zusammen mit der Tagespost entgegen genommen. Die Sendung war nicht frankiert. Mit einer Spende in dieser Größenordnung hatte sie nicht gerechnet – eine Riesenüberraschung, die sich wie ein Lauffeuer im Tierheim und per Telefon auch im Vorstand verbreitete.

„Wahnsinn, ich konnte es zuerst gar nicht glauben, als mir die Kollegin von ihrer Entdeckung in der Post erzählte“, freut sich die Tierheimleiterin Ulrike Lang. „Wir können das Geld sehr gut gebrauchen! Wir haben derzeit viele kranke und ältere Tiere, die eine intensive Betreuung und medizinische Behandlung benötigen.“

Trend in den Heimen

Der Trend gehe dahin, verrät Vorstand Herbert Sauerer, dass insgesamt weniger Tiere als noch vor zehn Jahren in den Heimen unterkommen. Dafür bleiben diese länger. Entsprechend länger habe die Einrichtung Kosten für die Behandlung alter oder kranker Tiere zu tragen. Von der Spende profitieren nun Tiere wie der sechsjährige Hund Luther, der noch immer im Tierheim wohnt und in Folge einer Bandscheiben-OP regelmäßig Physiotherapie benötigt. Aber nicht nur Luther, sondern auch viele andere Vierbeiner wollen versorgt und medizinisch betreut werden. Er versichert, dass  das Geld ausschließlich für notleidende Tiere Verwendung findet.

Eine selbstlose Gabe

„Wir freuen uns auch ganz besonders über die tolle Anerkennung unserer Tierschutzarbeit, die mit der Spende zum Ausdruck gebracht wird,“ sagt Sauerer. Indem er anonym bleibt, stelle der Spender nicht seine Person in den Vordergrund, sondern die Arbeit des Tierheims sowie den Akt des Gebens.

Einen Tag zuvor hatte das Tierheim Nürnberg über den Erhalt einer ebenso hohen Summe berichtet. Wie in Feucht war das Geld auch hier bar, in Form von 500-Euro-Scheinen, in einem braunen Umschlag mit der Aufschrift „Spende“ hinterlegt worden. „Ich nehme an, dass das dieselbe Person war,“ sagt Sauerer. Die Vermutung liegt nahe. In beiden Einrichtungen ist die Freude groß.

„Ein ganz herzliches Dankeschön“ schickt der Vorstand „an den unbekannten Spender oder die unbekannte Spenderin vom gesamten Team des Tierheims Feucht!“

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