Anwohner gegen aktuelle Parklösung

Ärger um Parkplätze in der Burkhardtstraße

Eng geht es zu in der Burkhardtstraße in Feucht. Anlieger beklagen unter anderem, dass die Marktgemeinde gegenüber von ihren Einfahrten Parkplätze ausgewiesen hat, was das Ein- und Ausfahren schwieriger macht. | Foto: Alex Blinten2020/02/Feucht-Burkhardtstrasse-scaled.jpg

FEUCHT. Anwohner sehen ihre Anliegen von Politik und Verwaltung ignoriert.
Die Verkehrssituation ist schwierig, deshalb gab es einen Ortstermin mit Vertretern der Fachbehörden und der Polizei.

Anwohner in der Burkhardtstraße ärgern sich heftig über Politik und Verwaltung in Feucht. Die sind aus deren Sicht verantwortlich für problematische Verkehrsverhältnisse in ihrer Straße. Sie sprechen von Staus und Chaos. Bürgermeister Konrad Rupprecht verweist dagegen auf eine Verkehrsschau, auf der Vertreter der zuständigen Fachbehörden und der Polizei der Marktgemeinde bescheinigt hätten, alles richtig gemacht zu haben.
„Wir haben ja gedacht, dass seit der Erneuerung der Straße Mitte 2019 das Chaos seinen Höhepunkt erreicht hat“, sagt Thomas Lepsinger. Nun beklagt er wie seine Nachbarn, dass es seit Monaten immer schlimmer geworden sei.

„Eigene Lösung durchgesetzt

„Die Anwohner haben die Gemeinde darum gebeten, hier wieder eine Regelung einzuführen, wie das eigentlich immer der Fall und zumindest akzeptabel war“, berichtet Lepsinger. Markierung Zone 30, Parkstände, Kurzzeitparkplätze oder eine Anwohnerregelung habe man vorgeschlagen. Die Marktgemeinde habe die Vorschläge aber nicht berücksichtigt, stattdessen habe sie eine eigene Lösung durchgesetzt. Während einer kurzen Testphase seien mehrere Fahrzeuge angefahren worden, Anwohner berichten von Sachschäden in einer Höhe von insgesamt 25 000 Euro.

Anwohner gegen jetzige Lösung

Kein Wunder also, dass die Anwohner die Lösung der Marktgemeinde ablehnen. Warum, so fragen sie, werden Parkstände gegenüber von Grundstückszufahrten angelegt? Als Anwohner könne man seitdem nur unter mehrmaligem Rangieren in die Grundstücke ein- bzw. ausfahren.

Offenen Dialog vermisst

Bürgermeister und Verwaltung würden keine Rücksicht auf die Anwohner nehmen, keinen offenen Dialog führen und die Straße zur festen Umgehungsstraße mit Pendlerparkflächen umgestalten, so der geballte Vorwurf der Burkhardtstraßen-Anwohner.

Rathauschef Konrad Rupprecht weist den Vorwurf zurück, dass die Verwaltung keinen offenen Dialog mit den kritischen Anwohnern geführt hat. Vielmehr habe man ständig Kontakt gehabt. Die Marktgemeinde habe zunächst die von ihr vorgesehenen neuen Parkplätze auf dem Asphalt eingezeichnet. Diese Varianten hätten die Anwohner aber abgelehnt. „Dann haben wir gesagt: Wir lassen alles wie vorher.“ Nachdem anschließend mehrere Unfälle passiert seien, hätten die Anlieger eigene Vorschläge gebracht, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden konnten. Die jetzige Lösung, betont der Rathauschef, werde auch nicht von durchweg allen Anwohnern abgelehnt. „Da gibt es auch Leute, die zustimmen.“

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