Bis 2023 rund 700 Mitarbeiter

25 Millionen Euro Investition

Sieht unspektakulär aus, ist aber die größte Unternehmensinvestition in der Geschichte der Marktgemeinde: das neue Produktionsgebäude für Pharmazeutika auf dem Firmengelände des Feuchter Pharma-Unternehmens. | Foto: Excella2021/04/Feucht-Excell-Gebaeude-scaled.jpg

FEUCHT – Das Feuchter Pharma-Unternehmen Excella erweitert seine Produktionskapazitäten. Die zum Fareva-Konzern gehörende Firma machte im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 140 Millionen Euro. Pharmazeutika werden unter technisch sehr anspruchsvollen Reinraumbedingungen hergestellt.

Das Pharma-Unternehmen Excella investiert 25 Millionen Euro in ein neues Produktionsgebäude am Standort Feucht, die umfangreichste Unternehmensinvestition in der Marktgemeinde während der vergangenen Jahrzehnte. Am Ort steht die Firma ganz oben auf der Liste der großen Gewerbesteuerzahler. Die bestehende Pharmaproduktion wird auf insgesamt 5800 Quadratmeter Geschossfläche erweitert. 24 Meter hoch wird das neue Gebäude für die Herstellung von Tabletten und Kapseln, erläutert Klaus Eichelsdörfer, Leiter Zentrale Technik bei Excella. Die Planer gehen von einer zweieinhalbjährigen Bauzeit aus, so dass die Produktion im zweiten Halbjahr 2023 beginnen könnte.

Mit der Erweiterung in Feucht geht auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze einher, betont Excella-Geschäftsführer Dr. Jürgen Blank. Excella gehört seit 2007 zum französischen Fareva-Konzern und gilt als eine der Perlen in der Konzern-Krone. In den vergangenen Jahrzehnten hat das Unternehmen eine rasante Entwicklung durchlaufen. Arbeiteten zu „Heumann-Zeiten“ in den 90er Jahren noch rund 150 Mitarbeiter im Betrieb, so stieg die Belegschaftszahl im Jahr 2016 auf 450 und bis heute auf 650 Mitarbeiter an. Bis 2023 sollen weitere 40 Mitarbeiter hinzukommen.

Kontinuierlich gewachsen

In den vergangenen Jahren ist der Pharma-Hersteller, der für eine ganze Reihe großer Arzneimittel-Anbieter produziert, kontinuierlich gewachsen. 2008 eröffnete das Unternehmen sein Chemie-Technikum, für das in Feucht 17,4 Millionen Euro investiert wurden. 2016 baute Excella für weitere 7 Millionen Euro ein neues Laborgebäude für die Qualitätskontrolle von Fertigarzneimitteln, an das sich das jetzt im Bau befindliche neue Produktionsgebäude unmittelbar anschließt.

Hier entsteht die neue Pharma-Produktion, im Hintergrund das 2018 eröffnete Gebäude für die Qualitätskontrolle. Foto: Alex Blinten2021/04/Feucht-Excella-scaled.jpg

Die Pharmazeutika von Excella werden in technisch sehr anspruchsvollen Reinraumbedingungen hergestellt, die auch die Produktion von hochwirksamen Substanzen zulassen. In diesem Segment ist das Feuchter Unternehmen in der Weltspitze zu finden und liefert seine Produkte an Kunden in über 50 Ländern. Die Herstellung von Pharmawirkstoffen ist der zweite große Produktions-Bereich im Unternehmen. Jürgen Bank ist ausgesprochen zuversichtlich: Die 25-Millionen-Investition werde die Zukunft des Excella-Standorts im Fareva-Verbund weiter sichern und ausbauen. Zum Start der Produktion im neuen Gebäude will Excella zu einem Tag der offenen Tür einladen. Dann können sich Interessierte über die Entwicklung des Unternehmens informieren, das im Jahr 1913 als Ludwig Heumann & Co. in Nürnberg gegründet wurde.

Während die Corona-Pandemie viele Wirtschaftsbereiche hart trifft, wachsen die Erlöse im Pharma-Bereich. Fareva machte mit seinen 12 000 Mitarbeitern an 39 Standorten weltweit im Jahr 2020 einen Umsatz in Höhe von 1,85 Milliarden Euro.

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