„Sommer am Berg“

Feiernde Jugendliche verwüsten Festivalgelände

Unter anderem wurde dieser Pavillon auf dem Festivalgelände beschädigt. | Foto: Weller2021/07/IMG_8301.jpg

LAUF — Dass sich Jugendliche nachts zum Feiern auf dem Kunigundenberg treffen, ist kein neues Phänomen – coronabedingt gibt es derzeit kaum Alternativen. In der Nacht auf Sonntag jedoch ist eine solche Party gewaltig aus dem Ruder gelaufen.

Zahlreiche Jugendliche öffneten Bauzäune, um auf den abgesperrten Reigenplatz zu gelangen, wo seit Freitag das Festival „Sommer am Berg“ stattfindet. Sie beschädigten rund ein Dutzend Stühle, zerstörten einen Pavillon und trugen Ausrüstungskoffer von der Bühne.

Bei der spontanen Feier waren zeitweise bis zu 200 Personen anwesend. Laut Augenzeugen schaffte es die herbeigerufene Polizei zwar, die Menschenmenge zu zerstreuen, doch dann verlagerte sich das Geschehen in die Kunigundengasse und auf den Krankenhaus­parkplatz. Dort wurden nicht nur Leitpfosten herausgerissen, es soll auch – wiederum Augenzeugen zufolge – zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen mit den eingesetzten Beamten gekommen sein. Die Laufer Polizeiinspektion erwähnte den Vorfall in ihrem Pressebericht allerdings nicht.

Wie soll Gelände gesichert werden?

Die Veranstalter von „Sommer am Berg“ haben wegen des beschädigten Equipments Anzeige erstattet. „Der Schaden ist zwar insgesamt überschaubar“, sagt Rainer Turba vom PZ-Kulturraum, „aber die Sache bereitet mir Sorgen, denn der Platz ist kaum zu sichern“. Der nächtliche Einsatz eines Sicherheitsdiensts würde das Budget der Open-Air-Veranstaltung sprengen, die ohnehin schon zahlreiche Corona-Auflagen erfüllen muss.

Einen vom Reigenplatz gestohlenen Stuhl fanden die Veranstalter später in der Kunigundengasse. Sie gehen derzeit von mehreren hundert Euro Schaden aus. | Foto: Weller2021/07/IMG_8334.jpg

Ein Krisengespräch mit der Stadt Lauf soll Anfang der Woche Klarheit über das weitere Vorgehen bringen. Bürgermeister Thomas Lang am Sonntag zur Pegnitz-Zeitung: „Wir haben nichts gegen junge Menschen, die sich einfach nur treffen wollen, aber Vandalismus geht nicht. Die Grenze ist klar definiert.“

Am Samstagabend war auf dem Reigenplatz der Kabarettist Matthias Egersdörfer aufgetreten.

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