Kräuter-Tipp

Weißdorn bändigt den Blutdruck

Weißdorn ist blühend hübsch anzusehen und schmeckt dazu mild. | Foto: privat2020/05/DSC-0437.jpg

OEDMÜHLE – Immunabwehr ist weiterhin gefragt: Diesmal hat die staatlich zertifizierte Kräuterführerin und Buchautorin Gabriele Leonie Bräutigam aus der Oedmühle den Weißdorn im Blick.

Immer mehr Menschen haben Probleme mit dem Blutdruck. Und auch in Zusammenhang mit dem Corona-Virus konnte man immer wieder von hohem Blutdruck als Risikofaktor lesen. Doch woher kommt dieses Massenphänomen? Was kann man dagegen tun?

Zu viel sitzen

Bluthochdruck tritt meist schleichend im mittleren Lebensalter mit etwa 40 bis 50 Jahren auf. Was passiert in dieser Zeit? Die aufbauenden (anabolen) Hormone werden reduziert gebildet. Der Mensch sitzt viel – die Elastizität der Gefäße nimmt aus beiden Gründen ab, hat Bräutigam recherchiert. Das Herz möchte diesen Missstand ausgleichen und erhöht den Druck.

Der Vagusnerv reagiert auf wachsenden Stress (Beruf, Partnerschaft, Wechseljahre) und fährt seinerseits hoch. Und schon ergibt sich ein Perpetuum mobile, das die Gefäße ruiniert. Es lohnt sich, von Anfang an gegenzusteuern. Als heimische Wildpflanze bietet sich der Weißdorn an.

Effekt bei Krampfadern

Der Weißdorn (Crataegus) ist ein Phänomen. Die Naturmedizin schätzt ihn wegen der blutdruckausgleichenden Wirkung seiner Blätter und Blüten. Die Kommission E beschreibt seine Indikation mit „nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens”. Seine Inhaltsstoffe – vor allem Flavonoide, Gerbstoffe wie Rutin – sollen die Auswurfleistung des Herzens und zugleich die Elastizität der Gefäße verbessern. Rutin ist bekannt für seinen positiven Effekt bei Krampfadern.

Geerntet werden Blätter und Blüten – am besten mit einer Schere. Es sollte 24 Stunden vorher nicht geregnet haben. Diese werden an einem luftigen Ort getrocknet und anschließend lichtgeschützt aufbewahrt.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren