Keine Fördermittel fürs Laufer Krankenhaus

Es waren 13 Geburten zu wenig

Die Geburtenstation des Laufer Krankenhauses. | Foto: PZ-Archiv/Krieger2016/12/krankenhaus-lauf-ik-8.jpg

LAUF — Es war denkbar knapp: 13 Geburten hatte das Laufer Krankenhaus 2019 zu wenig, um von der neuen Förderrichtlinie des Freistaates für kleine Geburtshilfen zu profitieren und über eine Million Euro an Zuschuss zu erhalten.

Die Richtlinie verlangt, dass Krankenhäuser mindestens 50 Prozent der Kinder entbinden, die in einem Jahr im Landkreis geboren werden. Im Nürnberger Land waren das 2019 1444 Babys. 708 von ihnen erblickten im Laufer Krankenhaus das Licht der Welt, das macht 49 Prozent.

Obwohl die Einrichtung 2019 stolz ein Rekordergebnis vermeldete – noch nie waren hier so viele Kinder zur Welt gekommen – reichte es am Ende nicht für den Geldsegen.

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Der Laufer Geburtshilfe hätte der Zuschuss aus München mehr als gut getan. 2018 machte sie ein Defizit von 1,3 Millionen Euro. Man habe beim Ministerium nochmal nachgefragt, sagt Geschäftsführer Thomas Grüneberg. Doch es sei nichts zu machen. Trotz der Verluste werde aber an der Abteilung festgehalten. Sie sei Teil der Daseinsvorsorge und ein Mosaik im Angebot des Hauses.

Deshalb habe das Klinikum seit 2017 massiv investiert und eine hauptamtliche Abteilung in Lauf geschaffen, in der sich ein Team aus Chef- und Oberärzten um die Frauen und Kinder kümmere. 2020 werde man den Bereich Nach- und Vorsorge noch mehr stärken.

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