Gerhard Groß

Erfahrener Chefarzt für die Unfallchirurgie in Lauf

Mit dem neuen Arzt für die Orthopädische Chirurgie, Gerhard Groß (2. v. l.), ist das Chefarztteam des Laufer Krankenhauses wieder komplett. Mit auf dem Foto (v.l.), Prof. Günter Niklewski, ärztlicher Leiter des Klinikums Nürnberg, Thomas Grüneberg, Geschäftsführer der Krankenhäuser im Nürnberger Land und Werner Diekstall, ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren in Lauf. | Foto: Fischer2018/07/gross-neuer-chef-chirurg-krankenhaus-lauf.jpg

LAUF — Neuzugang am Krankenhaus in Lauf: Dr. Gerhard Groß ist neuer Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie, eine für die Klinik sehr wichtige und große Abteilung. Damit ist der 59-Jährige auch zuständig für die sogenannte Endoprothetik, das heißt, für den Ersatz beispielsweise von Hüft- oder Kniegelenken.

Dieses Gebiet ist neben der klassischen Unfallchirurgie ein Schwerpunkt des neuen Chefs. Schließlich ist das Laufer Klinikum ein über den Landkreis hinaus anerkanntes zertifiziertes Endo-Prothetik-Zentrum, in dem pro Jahr allein 400 Erstimplantationen von Hüft- und Kniegelenken von speziell ausgebildeten Operateuren durchgeführt werden.

Für Gerhard Groß bedeutet die Übernahme der Chefarztstelle eine Rückkehr zu alter Wirkungsstätte. Nicht nur, dass er als junger Mediziner unter anderem schon vom bekannten Laufer Chirurgen Gerhard Walz in Lauf viel gelernt habe, er arbeitete von 2008 bis 2014 zusammen mit Walz auch als leitender Oberarzt für Endoprothetik am Laufer Krankenhaus. 2014 wurde er geschäftsführender Oberarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie und Leiter des Endoprothetikzentrums am Theresienkrankenhaus Nürnberg. Von dort wechselte der Nürnberger nun wieder nach Lauf. Nach dem Weggang seines Vorgängers Holger Herzing war die Stelle des Chefarztes der Unfallchirurgie längere Zeit vakant gewesen.

Die Abteilung in Lauf umfasst die Bereiche Unfallchirurgie, Gelenkchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Sporttraumatologie, alle Arten von Knochenbrüchen und natürlich den Gelenkersatz. Groß brach dabei eine Lanze für die Qualität der künstlichen Gelenke. Nach 20 Jahren funktionierten heute beispielsweise noch 90 Prozent aller Knie- und gar 97 Prozent aller neuen Hüftgelenke, weiß der Fachmann.

Der orthopädischen Chirurgie „ein Gesicht geben“

Im Krankenhaus wurde der neue Chefarzt in einer kleinen Runde aus ärztlichem Direktor der Klinik und Chefarzt der Inneren, Werner Diekstall, dem Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land, Thomas Grüneberg, und dem ärztlichen Direktor des Klinikums Nürnberg, Prof. Günther Niklewski, vorgestellt. Letzterer sieht in der Verpflichtung von Groß einen wichtigen Beitrag zur „Vorsorge vor Ort auf hohem Niveau“. Lauf sei damit und mit den großen Investitionen der vergangenen Jahre ein potentes Zentrum in Sachen Unfallchirurgie und Gelenkersatz für den gesamten Landkreis und darüber hinaus. Ganz im Sinne der Übernahme der Häuser im Landkreis durch das Nürnberger Klinikum vor einigen Jahren. Damals wollte man eben keine Zerschlagung der Struktur vor Ort, sondern den Erhalt einer hochqualifizierten Klinik der Daseinsvorsorge. Hinzu komme, dass die Neuordnung der Notfallversorgung künftig auch eine starke Neuordnung der Unfallchirurgie brauche. Und außerdem, so Niklewski, genieße Groß einen hervorragenden Ruf als Arzt, der seiner Abteilung in Lauf „ein Gesicht geben“ werde.

Geschäftsführer Grüneberg erinnerte an die vor vielen Jahren von Gerhard Walz in Lauf aufgebauten Abteilung der orthopädischen Chirurgie, eine Tradition die nun mit Groß als Chef, den vier hochmodernen OPs und dem CT eine perfekte Fortsetzung finde. Beste Voraussetzungen, so glaubt Grüneberg, für die Aufnahme und Behandlung von Unfallopfern in einer 24 Stunden besetzten Unfallchirurgie in Lauf.

Versorgung von Unfallopfern

Für Groß selbst bedeutet der Wechsel nach Lauf natürlich auch einen beruflichen Aufstieg, wie er sagt, und eine Rückkehr zur beruflichen Heimat. Viel wichtiger aber seien ihm noch andere Dinge. Etwa die perfekte Versorgung von Unfallopfern, das habe er nämlich ebenso gelernt wie die Endoprothetik. Und Groß möchte seine Erfahrung an Jüngere weitergeben und das Laufer Haus auch für Assistenzärzte attraktiver machen. „Wir wollen hier tatsächlich neu durchstarten und ich möchte, wie es Niklewski sagte, der orthopädischen Chirurgie in Lauf ein Gesicht geben“. Groß ist überzeugt, dass er in Lauf neue Impulse setzen kann und will sich am liebsten an den Ergebnissen seiner Operationen messen lassen.

Für den Chefarztkollegen Werner Diekstall schließt sich mit Gerhard Groß ein Kreis. „Das Krankenhaus lebe einfach auch durch die Endoprothetik, sie muss gut aufgestellt sein. So gewährleisten wird hier eine vernünftige Versorgung der Patienten“. Und nicht zuletzt auch deshalb sei Groß in Lauf mit offenen Armen empfangen worden.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer