Preiserhöhung ab 1. Januar

Erdgas wird teurer

Heizen mit Gas wird teurer. | Foto: Zoonar RF/Thinstockphotos2016/05/erdgas-gaspreis-stadtwerkeThinkstockPhotos-Zoonar-RF.jpg

LAUF / RÖTHENBACH – In Lauf (und damit auch in Neunkirchen) und in Röthenbach steigt im nächsten Jahr der Preis für Erdgas. Ab 1. Januar nämlich schlägt die höhere CO2-Abgabe voll durch und die Stadtwerke beider Orte geben diese politisch gewollte Erhöhung ganz oder zum Teil an ihre Kunden weiter. Für Verbraucher mit einem Durchschnittsgasverbrauch von 18 000 Kilowattstunden bedeutet dies eine monatliche Mehrbelastung von rund sechs bis acht Euro.

25 Euro pro Tonne CO2 oder rund 0,54 Cent pro Kilowattstunde, so will es der Gesetzgeber, beträgt die Abgabe, die ja zu mehr Sparsamkeit und zu einer verstärkten Abkehr von den fossilen Brennstoffen führen soll, um die Klimawende voranzutreiben.

Während die Stadtwerke Röthenbach die Umlage deshalb voll an Kunden weitergeben, fangen die N-Ergie und die Laufer Werke einen Teil dieser Kosten auf und erhöhen die Preise etwa in Lauf „nur“ um 0,42 Cent.
Eine Entscheidung, die der Röthenbacher Werkleiter Waldemar Munkert so nicht nachvollziehen kann. „Ich hätte in Röthenbach ohne die Umlagenerhöhung nichts machen müssen, unser Preis wäre stabil geblieben“.

Die Politik aber wollte und will mit ihrer CO2-Abgabe ein Zeichen setzen, meint Munkert, das habe mit den Stadtwerken gar nichts zu tun. „Der Effekt, den eine Erhöhung möglicherweise mit sich bringt, dass weniger Gas (oder auch Heizöl) verbraucht wird, ist ja gerade politisch gewollt. Da muss ich diese Kosten ja weitergeben“, so Munkert. Er verstehe deshalb seine Kollegen in Lauf oder Nürnberg nicht, die versuchen das mit allen Mitteln auszugleichen.

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