Corona-Pandemie

Martinstag ohne Laternenumzüge

In diesem Jahr wird es in Henfenfeld und anderen Orten in der Region keinen Laternenumzug geben, so wie es das Archivfoto von 2019 zeigt. | Foto: privat2020/11/Laternenumzug-2019.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Mit den neuen Corona-Bestimmungen stellt sich die Frage, ob und wie ein Laternenumzug der Kindergärten stattfinden soll. Die HZ hat sich bei verschiedenen Einrichtungen in der Region umgehört.

Birgit Meister, Ansprechpartnerin für die städtischen Kindertagesstätten bei der Stadt Hersbruck, stellt fest, dass der alljährliche Laternenumzug heuer nicht in gewohnter Form stattfinden wird. So sei dies für die städtischen Kindergärten auch vom Landratsamt beschlossen worden.

Sie empfiehlt trotzdem, anlässlich des Martinstages in den Kindergärten etwas auf die Beine zu stellen, sei es in den Betreuungsstätten, im Garten oder in der Turnhalle. „Der Martinstag ist ein wichtiges Ereignis im Jahr. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die Kinder das Wissen dazu vermittelt bekommen“, so Meister.

Feier in Gruppen

Im evangelischen Kindergarten Hersbruck werden an diesem Tag thematisch gestaltete kleine Feiern für jede Gruppe organisiert. Der katholische Kindergarten veranstaltet normalerweise einen Laternenumzug durch den Rosengarten. In diesem Jahr hält Pfarrer Wunnibald Forster einen Gottesdienst in der katholischen Kirche. „Dabei setzen sich die einzelnen Gruppen an verschiedene Plätze im Kirchenschiff, um den Abstand einhalten zu können“, so die Leiterin Angela Buttke. Die Vorschulkinder werden außerdem ein kleines Vorspiel veranstalten und wer möchte, kann in seiner Gruppe eine Runde mit der Laterne durch die Kirche gehen.

Auch in Reichenschwand wird es keinen Laternenumzug geben. Dafür beteiligt sich das „Haus für Kinder Sonnenblume“ an der Aktion „Laternen Fenster“. Dabei werden Laternen in den Fenstern aufgestellt und angezündet, sodass Eltern mit ihren Kindern von außen die selbst gebastelten Kunstwerke bewundern können.

Anita Glöckner vom Engelthaler „Haus der Kinder“ sagt, dass jede Gruppe einzeln etwas zum Martinstag gestaltet. Eine möchte beispielsweise im Wald einen Laternenspaziergang organisieren und eine andere wird die Mantelteilung szenisch darstellen. Außerdem beteiligt sich das Haus der Kinder bei der Aktion „Laternen Fenster“.

Laternen im Fenster

„Heuer sind wir vor eine neue Herausforderung gestellt, aber ganz besonders in diesem Jahr kommen sehr viele Ideen von den Kindern“, so Glöckner. Die Kleinen hätten natürlich schon ihre Laternen gebastelt und auch einen Brief an Sankt-Martin geschrieben. Zudem entstand die Idee einer Fotowand. An dieser soll alles festgehalten werden, was die Familien in Bezug auf den Martinstag erleben.

In den evangelischen Kindergärten „Arche Noah“ und „Bunte Schöpfung“ in Henfenfeld ist der Laternenumzug ebenfalls abgesagt. Sven Lederer, Leiter der beiden Einrichtungen, erzählt, dass die Kinder schon Laternen gebastelt haben. „Wir haben viel überlegt, wie wir das machen sollen. Ganz ausfallen lassen wollten wir dieses Ereignis aber auch nicht“, sagt er.

Leuchtende Parade

Um trotzdem etwas zu gestalten, haben die Betreuer den Aufruf gestartet, vom 11. bis zum 13. November in den privaten Häusern die selbst gebastelten Laternen in den Fenstern aufzustellen, um metaphorisch gesehen „den Laternenumzug durch den ganzen Ort zu tragen“. Diese Laternenparade wollen die Kinder bei einem Spaziergang natürlich anschauen.

Am 10., 11. und 12. November komme außerdem Pfarrerin Kathrin Klinger in die einzelnen Gruppen, um einen kleinen Gottesdienst zu halten.

CHARLOTTE KAYSER

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