Vollversammlung nach Corona-Pause

Eine Jubiläumstorte für den Kreisjugendring

Zwischen Jubiläumstorte und Notizbüchern ging es bei der Vollversammlung im Frühling nicht nur um Vergangenes, sondern auch, wie die Zukunft gestaltet werden soll. | Foto: KJR2022/05/a459184247i0011_max1024x.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Zum ersten Mal seit zwei Jahren fand die Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings Nürnberger Land wieder in Präsenz statt. Die Plätze füllten sich mit Delegierten und Gästen aus Politik und Vereinen. Das Highlight: Zum 50-jährigen Jubiläum des Kreisjugendrings gab es eine Jubiläumstorte.

Nicht nur der Landkreis Nürnberger Land, auch der Kreisjugendring feiern dieses Jahr ein 50-jähriges Jubiläum. Kritisch stellte Landrat Armin Kroder die Frage, wie man in diesen Zeiten ein Festjahr begehen kann. „Man darf hier unterschiedlicher Meinung sein; wir haben jedoch beschlossen, dass die Feste, die im Landkreis traditionell gefeiert werden, dieses Jahr in angemessener Form auch gefeiert werden sollen und dementsprechend geplant wird.“

Das geschehe auch aus Wertschätzung gegenüber den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen und einzelnen Engagierten in Stadt und Landkreis. Dem Kreisjugendring dankte Kroder für die geleistete Arbeit, für die vielen Entscheidungen, die zukünftig im Hinblick auf den Lern- und Erfahrungsraum Edelweißhütte auf dem Deckersberg anstehen, für die offene Diskussionskultur und die Bereitschaft, Lösungen zu suchen.

Jugendarbeit in den Vereinen

Als Mitglied im Bildungsausschuss und Ausschuss für Sicherheit erlebe Norbert Dünkel gerade im Bildungsbereich die Auswirkungen der Corona-Krise bei Kindern und Jugendlichen hautnah. Sowohl im psychischen wie im physischen Bereich hat sie ihre Spuren hinterlassen. „Gut, dass wir eine wirksame Jugendarbeit haben, die die Vereine mittragen.“ Die Reaktivierung der Jugendarbeit sei nach den langanhaltenden Einschränkungen sehr wichtig.

Auch Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg sprach dem Kreisjugendring ein Kompliment aus: „In den Fraktionen lobbyiert der KJR im besten Sinne für die Jugendarbeit. Und zwar sachlich fundiert mit klugen Argumenten“, so Ilg. Gerade hier sei sichtbar, was mit Freiwilligkeit alles erreicht werden könne.

Demokratische Strukturen

Die evangelische Dekanatsjugend Hersbruck stellte mit einer Präsentation ihre demokratisch legitimierte Struktur vor, von der örtlichen Ebene bis hin zur Landesebene. Trotz Corona konnten wieder viele Projekte umgesetzt werden und sind im Jahresbericht 2021 auf der KJR-Homepage nachzulesen ( www.kjr-nuernberger-land.de ). Programmpunkte waren unter anderem die Aktivierungskampagne der Jugendarbeit des BJR #machwasausmorgen, und die Integration und Angebote für Jugendliche aus der Ukraine.

Maurizio Schneider stellte neue Konzeptideen für den Lern- und Erfahrungsraum Edelweißhütte vor. Der Eigentümer des Geländes ist das Jugendfreizeitwerk e.V., dessen erster Vorstand gegenwärtig die Gaststätte Edelweißhütte betreibt. Weil der Kreisjugendring keine Immobilie besitzen darf, wurde 1982 der Verein Jugendfreizeitwerk Nürnberger Land e.V. durch den Kreisjugendring gegründet.

Wie unter dem Inklusionsauftrag ein zeitgemäßer Ort für die Jugendarbeit künftig aussehen kann, sollten sich die Anwesenden schriftlich überlegen – die Auswertung steht noch aus. Gastgeber Jochen Tetzlaff von der evangelischen Jugend Hersbruck stellte zum Schluss noch den inklusiven Kicker vor, unter den vier Rollstühle fahren können.

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