Inzidenzwert am Sonntag

Ein Tag unter 100

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NÜRNBERGER LAND — Im Landkreis Nürnberger Land ist am Sonntag die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit einer Woche wieder unter den für Lockerungen entscheidenden Schwellenwert von 100 gesunken.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete 90,8 Infektionen pro 100 000 Einwohner und 19 Fälle, die am Sonntag neu in die Statistik aufgenommen wurden.

Allerdings ist diese Entwicklung mit Vorsicht zu genießen. Das RKI weist darauf hin, dass wegen des Feier- und anschließenden Brückentags „weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden“. Das Landratsamt Nürnberger Land selbst meldet an Wochenenden keine Fallzahlen an die Öffentlichkeit.

Für Lockerungen muss die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage am Stück unterhalb des Schwellenwerts liegen, sie treten am übernächsten Tag in Kraft. Verschärfungen werden schon nach drei Tagen oberhalb der Schwelle eingeläutet. Damit die Außengastronomie öffnen darf, muss der Wert „stabil“ unter 100 liegen, darüber entscheidet das Landratsamt.

Ob richtig oder falsch

Wie das Bayerische Gesundheitsministerium inzwischen bestätigte, sind die RKI-Zahlen maßgeblich, egal, ob bei der Berechnung Fehler vorgekommen sind oder nicht. Die Frage danach war vergangene Woche aufgekommen, nachdem die Nürnberger Gesundheitsreferentin Britta Walthelm von Doppelmeldungen aus dem Landkreis Nürnberger Land gesprochen hatte. Walthelm korrigierte sich jedoch später – und das Landrats­amt wies die Vorwürfe von sich.

Um Schwankungen auffangen zu können, seien in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eben die Fünf- und Drei-Tages-Regelungen verankert, so eine Ministeriumssprecherin.

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