Stichwahl in Schwarzenbruck

Ein Prozent Vorsprung

Von links: Legat mit seiner Familie, Holzammer bei sich Zuhause | Foto: Magdalena Gray2020/03/Schwarzenbruck-Legat-Holzammer.png

SCHWARZENBRUCK – Sebastian Legat (SPD) und Markus Holzammer (CSU) liefern sich Kopf-An-Kopf-Rennen.

Beide haben es kommen sehen, keiner war überrascht: Am Sonntag, 29. März, treten Sebastian Legat (SPD) und Markus Holzammer (CSU) zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Schwarzenbruck an. Um 18.52 Uhr steht das Ergebnis der Auszählung fest: Holzammer holt 38,2 Prozent der Stimmen, Legat darf sich mit 39,2 Prozent ganz knapp Spitzenkandidat nennen. Den Kandidat der Grünen, Mario Rubel, hätten 22,6 Prozent der Schwarzenbrucker gern als Bürgermeister gesehen, zu wenige, um bei der Stichwahl am Sonntag in zwei Wochen eine Rolle zu spielen.

Legat, der mit seiner Familie, einigen Genossen und Parteifreunden die Auszählung in der Schwarzenbrucker Bürgerhalle verfolgt, ist mit dem Ergebnis einverstanden. „Natürlich, ich bin in der Stichwahl“, sagt er hinterher. Er habe ohnehin mit einer Stichwahl gerechnet, gibt der 33-Jährige zu. „Bei drei Kandidaten ist das eigentlich unvermeidlich.

Auf eine große Wahlparty verzichtet Legat wegen der aktuellen Corona-Krise. Während alle Augen sich auf die Leinwand mit den Ergebnissen richten, ist die Stimmung unter den wenigen Gästen dennoch gelöst. Auch das Ergebnis sorgt für keine langen Gesichter. „Der erste große Schritt ist getan“, ruft es aus dem Publikum. „Und der zweite folgt bestimmt“, vervollständigt Legat.

So wenig Wahlkampf wie möglich

Er blickt den kommenden beiden Wochen mit Spannung entgegen. Wahlkampf möchte er so wenig wie möglich und so viel wie nötig machen und sucht den Dialog mit seinem direkten Konkurrenten. „Wir müssen gemeinsam verantwortungsvoll handeln“, plädiert der SPD-Kandidat.

Sein Opponent von der CSU, Markus Holzammer, sieht das genauso. Auch er hat auf eine große Feier verzichtet. Die Auszählung der Stimmen verfolgt er von seinem Hof in Lindelburg aus, um ihn nur seine Familie und engsten Freunde. Den bisherigen Wahlkampf nannte er „von allen Seiten sehr fair“. Mit dem Ergebnis ist er äußerst zufrieden. Der Haustürwahlkampf, den die Schwarzenbrucker CSU seit Oktober betrieben habe, habe sich ausgezahlt. Er freut sich sichtlich auf die kommenden zwei Wochen, in denen er den ein oder anderen Unentschlossenen mit Flyern von sich überzeugen möchte.

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