Wer singt mit im Chor?

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Vor gut einem Jahr beendete der Hersbrucker Kantor Karl Schmidt die Arbeit mit dem Kinderchor der Nikolaus Sel necker Kantorei. 30 Jahre hatte er ihn geleitet – der Abschied fiel Schmidt ebenso schwer wie den Kindern. Doch nun dürfen sich die jungen Sänger freuen: Der Chor hat einen neuen Leiter. Er heißt ebenfalls Schmidt, sein Vorname ist Andreas und er ist Kirchenmusiker in Eckental. Andreas Schmidt übernimmt die Probenarbeit mit den Kindern nach den Sommerferien.

Wie kam der Kontakt nach Hersbruck zustande?

Andreas Schmidt: Das hat sich sehr allmählich entwickelt, ganz ursprünglich über Ruth Barkowski. Sie ist Lehrerin am Eck en taler Gymnasium und kannte mich. Sie hat mir von dem Hersbrucker Kinderchor erzählt und davon, dass es keinen Leiter mehr gibt. Daraufhin hat mich Dekan Dr. Werner Thiessen angerufen und ich habe mich beim Kirchenvorstand vorgestellt. Nun übernehme ich den Chor.

Sie arbeiten in Eckental?

Ja, ich bin im Ortsteil Eschenau nebenberuflich Kirchenmusiker. Dort leite ich den Kirchenchor und den Kinderchor, die „Bartholomäuse“. Ich bin aber auch viel freiberuflich unterwegs, das liebe ich sehr, es ist so abwechslungsreich. So gebe ich privat Klavierunterricht, leite den Kinderchor „Singflöhe“ in Gräfenberg, den dortigen Männergesangverein Frankonia und seit Januar 2008 auch den Dehnberger Hofchor. Und jetzt komme ich zu den „Hersbrucker Kirchenspatzen“.

Woher stammt der Name?

Den habe ich mir ausgedacht. Ich will Kinder im Grundschulalter ansprechen, also von der ersten bis zur vierten Klasse. Und da dachte ich, der Name passt ganz gut.

Was singen Sie mit dem Chor?

Wir wollen vor allem Musicals einstudieren, denn da können sich die Kinder in viele Richtungen ausprobieren. Sie können singen, aber auch schauspielern, sich bewegen und vor allem viele Ideen einbringen. Außerdem ist die musikalische Vielfalt unglaublich groß. Man kann mit klassischen Instrumenten arbeiten, aber ebenso gut mit einer Band oder sogar Musikrichtungen wie Hip Hop ausprobieren. Das liegt ganz daran, was die Kinder wollen.

Wie kamen Sie zur Arbeit mit Kindern?

Während meines Berufspraktikums in Bad Windsheim. Dort war ich ein Jahr und es gab drei Kinder- und Jugendchöre. Für jede Altersstufe gab es den passenden Chor. Das gab den Anstoß, das auch in Eschenau zu machen.

Sie stammen aus Eschenau.

Ja, dort habe ich schon als kleiner Junge oft Orgel gespielt. Dann war ich am musischen Gymnasium in Erlangen und habe später am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg Kirchenmusik und an der Hochschule Musikpädagogik studiert.

Wann sind die „Hersbrucker Kirchenspatzen“ denn zu hören?

Im Advent gestalten wir auf jeden Fall einen Gottesdienst musikalisch aus und eine Musical-Aufführung gibt es dann vielleicht nächstes Jahr zum Gemeindefest. Die Anmeldung ist übrigens nach den Sommerferien. Am 30. September treffen wir uns zum ersten Mal und dann immer donnerstags von 15 bis 16 Uhr im Selneckerhaus.

Int.: Johanna Brennhäußer Kontakt: Andreas Schmidt, Tel. 09126/281511

N-Land Hersbrucker Zeitung
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