Besuch beim staatlichen Bauamt

Die Planungen für einen Tunnel unter Reichenschwand laufen

Reichenschwands Bürgermeister Manfred Schmidt (links) und Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel informierten sich im staatlichen Bauamt Nürnberg über Straßenbauprojekte im Nürnberger Land. | Foto: Fritsch2021/12/TunnelReichenschwandDuenkel.jpeg

REICHENSCHWAND/ NÜRNBERG – Wie es mit dem Tunnelprojekt in Reichenschwand und dem Umbau des Henfenfelder Knotens weitergeht, haben Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel und Reichenschwands Bürgermeister Manfred Schmidt bei einem Besuch des staatlichen Bauamts besprochen.

Im Rahmen seiner Informationsgespräche mit staatlichen Behörden besuchte Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel (CSU) das Staatliche Bauamt in Nürnberg. Begleitet wurde der Abgeordnete dabei von Reichenschwands Bürgermeister Manfred Schmidt (CSU). Im Zentrum standen vor allem die weiteren Planungen zum Tunnelprojekt in Reichenschwand und der Umbau des Henfenfelder Knotens.

5 Millionen Euro für Straßenbau

Begrüßt wurden die Gäste von Amtsleiter Andreas Eisgruber, heißt es in Dünkels Pressemitteilung. Der erfahrene Behördenleiter schilderte einleitend den Stand der aktuellen Infrastruktursituation im Landkreis. Dank der starken Investitionen des Freistaates sei es in den vergangenen Jahren gelungen, wichtige Projekte zur Ertüchtigung der Infrastruktur umzusetzen und so dem vermehrten Verkehrsaufkommen Rechnung zu tragen. Etwa fünf Millionen Euro investiert das Bauamt dafür jedes Jahr in den Erhalt der Straßen des Nürnberger Landes. Aktuell werden zahlreiche Ertüchtigungen von Bundes- und Staatsstraßen vorbereitet, erläuterte Eisgruber.

Henfenfelder Knoten steht an

Anschließend ging der Behördenleiter auf konkrete Projekte im Landkreis ein. Im vergangenen Jahr wurde auf Initiative von Dünkel durch die Bauministerin Kerstin Schreyer entschieden, dass der ursprünglich geplante Kreisverkehr am Henfenfelder Knoten nicht gebaut werden wird und stattdessen die Ampelanlage erhalten bleiben soll. Auf Basis dieser Entscheidung wurden nun Lösungen für den landwirtschaftlichen Verkehr und den Radverkehr erarbeitet.

Notwendige Sanierung

Nachdem sich der Bauwerkszustand der Brücke an der Abzweigung nach Henfenfeld/Kläranlage in den vergangenen Jahren verschlechtert hat, ist nun geplant, die notwendige Sanierung mit einer Zufahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu verbinden.

Nach derzeitigem Planungsstand werden die Arbeiten frühestens 2024 beginnen. Als nächster Schritt wird auf Einladung des Landtagsabgeordneten Dünkel im nächsten Jahr ein Abstimmungstermin mit allen betroffenen Kommunen und anderen Interessensvertretern stattfinden, wo die Pläne vom staatlichen Bauamt im Detail erläutert werden, führte Eisgruber aus.

Tunnel unterm Dorf

Für Reichenschwands Bürgermeister Manfred Schmidt waren vor allem die aktuellen Planungen zur Untertunnelung seiner Gemeinde von besonderem Interesse. Reichenschwand ist seit einigen Jahren mit einem immer größeren Verkehrsaufkommen konfrontiert. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die künftige mittlere Verkehrsbelastung im Jahr 2030 bei etwa 17 000 Kraftfahrzeugen pro Tag in Reichenschwand liegen wird. Für die Anwohner eine erhebliche Belastung, findet nicht nur Schmidt.

Planungen laufen

Deshalb bemüht sich die Gemeinde schon seit vielen Jahren darum, dass eine Umfahrung um Reichenschwand gebaut wird. Da dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, wurde nun eine Tunnellösung ins Auge gefasst.

Nach der Aufnahme dieses Projektes in den Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf haben nun die Planungen durch das staatliche Bauamt an Fahrt aufgenommen.

Unter anderem wurde ein im Tunnelbau erfahrenes Ingenieurbüro beauftragt, das ingenieurgeologische Trassenuntersuchung und tunnelbautechnische Bewertung vornimmt. Ziel ist es, mögliche Tunnelverläufe zu identifizieren und auf Durchführbarkeit zu überprüfen, erläuterte Dünkel.

Informationen folgen

Die weitere Aufgabe des staatlichen Bauamtes ist es nun, erste Variantenstudien zu beurteilen und sich mit den vorgesetzten Dienststellen über das weitere Vorgehen abzustimmen. Sobald hier erste Ergebnisse vorliegen, wird Amtsleiter Eisgruber die Gemeinde und die Bevölkerung umfassend informieren.

Investitionen nötig

Abschließend bedankte sich Norbert Dünkel ausdrücklich bei Andreas Eisgruber und bei seinem Team für den Informationsaustausch und die vorbildliche Arbeit der Behörde. Gleichzeitig erklärte der Abgeordnete, dass der Straßenbau auch in Zukunft eine zentrale politische Priorität haben müsse.

„Die Attraktivität von Regionen hängt maßgeblich von deren Infrastruktur ab. Und auch wenn Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und die Bahn immer wichtiger werden, so dürfen die Mittel für den Straßenbau nicht gekürzt werden. Gerade im ländlichen Raum sind viele Menschen auch weiterhin auf das Auto und gute Straße angewiesen“, betonte Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel.

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