Viele Übungseinsätze an einem Tag

Die Eschenbacher Jugendfeuerwehr im 24-Stunden-Einsatz

Flächenbrand, Kleintierrettung, Vermisstensuche, Verkehrsunfall und noch einige Einsätze mehr warteten auf den Eschenbacher Feuerwehrnachwuchs. | Foto: Hanspeter Kraus2022/09/a487632881i0011_max1024x.jpeg

ESCHENBACH – Im Rahmen der Ausbildung hat die Feuerwehr Eschenbach mit der Jugendfeuerwehr, bestehend aus zwei Mädchen und vier Jungen, eine 24-Stunden-Übung durchgeführt.

Für die möglichst realitätsnahen Einsätze waren im Vorfeld einige Vorbereitungen nötig. So wurde auf den Mobiltelefonen der Jugendlichen die „Alarmiator App“ installiert, um eine Alarmierung wie unter realen Bedingungen stattfinden zu lassen.

Weil die Einsätze teilweise nachts stattfanden und die Einsatzstellen nur schwer von echten Ereignissen zu unterscheiden waren, musste im Vorfeld Kommandant Thomas Bauer und Jugendwart Johannes Kraus den jeweiligen Einsatz auch bei der Integrierten Leitstelle in Nürnberg anmelden.

Kleintierrettung bis Zimmerbrand

An einem Freitag um 16.30 Uhr startete die Übung im Feuerwehrgerätehaus. Um 17.30 Uhr dann der erste Einsatz: Kleintierrettung vom Baum. Nach getaner Arbeit wartete auf die Jugendfeuerwehr ein Abendessen mit Fleisch vom Grill und Salaten. Um die perfekte Fleischtemperatur zu erreichen, nahmen sich die Jugendlichen die Wärmebildkamera zu Hilfe. Zum Grillabend waren auch Vorstand und Kommandanten eingeladen.

Um 20.30 Uhr der nächste Alarm: Zimmerbrand im Sportheim, eine Person in Gefahr. Bei diesem Einsatz musste mittels Atemschutzgeräten eine Person gerettet und das Gebäude erkundet werden. Die Atemschutzgeräte bestanden in diesem Fall aus selbstgebauten Dummys. Die Übungspuppe retteten die Jugendlichen schonend mittels Schleifkorbtrage aus dem Sportheim.

Kurze Nachtruhe

Nach einer kurzen Nachtruhe folgte um 0.15 Uhr der nächste Einsatz: Brand Freifläche. Hier hatten die Jugendlichen mittels Tragkraftspritze Wasser aus der Pegnitz zu entnehmen. Um 5 Uhr dann der Alarm zu einem Verkehrsunfall mit PKW und Fahrradfahrer. Hier ging es um die Erstversorgung der Verletzten, die Verbindung zum Rettungsdienst und die Verkehrsabsicherung. Zudem wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet.

Nach dem Frühstück der nächste Einsatz um 9 Uhr: Vermisstensuche in Höhle. Auf die Jugendfeuerwehr wartete schwieriges Gelände und regennasser Boden. Bei der Suche nach der vermissten Person in der „Hegendorfer Höhle“ kam auch die Wärmebildkamera zum Einsatz.

Um 12 Uhr ging dann die letzte Alarmierung ein: Brandmeldeanlage. Bei diesem Einsatz war die Erkundung eines Gebäudes ohne Rauchentwicklung abzuarbeiten. Wie gut, dass das Übungsobjekt das Gasthaus Lehr in Eschenbach war. Nach dem Einsatz wurde die Jugendfeuerwehr dort gleich mit Currywurst und Pommes belohnt.

Vor Übungsende wurde das eingesetzte Material gereinigt, aufgeräumt und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

Text: Hanspeter Kraus

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