Feier mit vielen Gläubigen

Der Papst und die Osternacht in Happurg

Vor der Weihe des Taufwassers tauchte Pfarrer Roland Klein die Osterkerze in einen Krug mit Wasser. | Foto: privat2022/04/redwebOsternacht-Happurg-2022-10.jpg

HAPPURG – „Christus ist auferstanden vom Tod. Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen.“ Mit diesen Worten begann in der Pfarrei Heldmannsberg/Pommelsbrunn die Feier der Osternacht. Zuvor hat Pfarrer Roland Klein am Vorplatz der Kirche das Osterfeuer gesegnet und im Beisein etlicher Kinder und auch Erwachsener die Osterkerze am Osterfeuer entzündet.

Mit einer großen Ministrantenschar zog Klein in die dunkle Kirche ein, die zunächst nur durch den Schein der Osterkerze erleuchtet wurde. Schon bald verbreitete sich das Licht, nachdem die anwesenden Gläubigen ihre kleinen Osterkerzen entzündet haben.

In seiner Predigt stellte der katholische Geistliche anfangs die Frage, ob man sich als Christ denn heuer an Ostern freuen dürfe angesichts der schrecklichen Bilder, die man jeden Tag im Fernsehen sehen könne. „Ja, man darf“, so Klein, denn die österliche Freude der Christen sei ein Ausdruck der Dankbarkeit Jesus gegenüber, der mit seiner Auferstehung der Toten gerade Menschen, die sich in einer schweren Lebensphase befänden, Hoffnung und Zuversicht schenken würde.

Die Inhalte des Glaubens

Der christliche Glaube wolle nicht darüber hinwegtrösten, wenn Menschen Unrecht angetan wird oder sie unter Schicksalsschlägen zu leiden hätten. „Jesus nimmt auch die Trauer und die Niedergeschlagenheit der Menschen ernst“, so Pfarrer Klein. Er rief die anwesenden Gläubigen auf, sich mit den Inhalten des Glaubens auseinanderzusetzen und sie dann im Leben umzusetzen und verwies dabei immer wieder auf Papst Franziskus, der hier versuche, mit gutem Beispiel voranzugehen. Die entscheidende Botschaft von Ostern sei, dass Jesus mit allen Menschen unterwegs sei, dass er mit uns und unter uns lebe.

Es folgte die Weihe des Taufwassers, mit dem alle anwesenden Gläubigen zur Erinnerung an die Taufe besprengt wurden. Zuvor wurde dafür die Osterkerze dreimal in den großen Krug mit Wasser eingetaucht. Am Ende der zweistündigen Zeremonie dankte Klein den zahlreich erschienenen Gläubigen. „Es ist schön, trotz Corona – oder vielleicht gerade wegen? – wieder eine gut gefüllte Kirche erleben zu dürfen.“ Als Belohnung freuten sich dann alle anwesenden Kinder über eine prall gefüllte Tüte mit Süßigkeiten.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren