Cornelia Trinkl ist Landrats-Kandidatin der CSU

„Das muss Chefsache sein“

Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel gratuliert Cornelia Trinkl zu ihrem Ergebnis bei der Kreisdelegiertenversammlung in Schnaittach. Foto: Lorenz Märtl2019/07/NL-Trinkl-Nominierung.jpg

NÜRNBERGER land. Europaabgeordnete Marlene Mortler hatte Trinkl „aus tiefster Überzeugung“ vorgeschlagen. Als stellvertretende Landrätin habe sie in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie es kann. „Sie kann führen und sie hat unglaublich viel inhaltliche Arbeit gemacht. Sie ist ein politisches Talent, verlässlich und hat ihre Kompetenz immer wieder unter Beweis gestellt“, meinte Mortler.

Was die CSU-Fraktionsvorsitzende als Landrätin auf den Weg bringen will, umriss Cornelia Trinkl in ihrer Rede bei der Kreisdelegiertenversammlung. Das Thema Mobilität erfordere ein neues Denken. Den ÖPNV müsse man vor allem bedarfsgerecht gestalten. Die Stärkung der Nord-Süd-Verbindung im Landkreis von Altdorf nach Lauf sei ein erster wichtiger Schritt.
Wenn man die Bürger zum Umdenken anregen wolle, müsse man entsprechende Angebote schaffen. Dazu zähle auch ein Fahrradwegenetzsystem.
Als weiteren Aspekt nannte sie das Thema Nachhaltigkeit auf allen Ebenen: Klimaschutz, Flächenverbrauch und Förderung regionaler Produkte.
Angesichts der aktuell laufenden Diskussionen erteilte sie den Angstdebatten eine klare Absage, vielmehr wäre eine sachliche Diskussion mit dem Ergebnis guter Lösungen vonnöten. Sehr gut könne sie sich da ein regionales Klima- und Nachhaltigkeitskonzept („aber immer im Dialog mit der Wirtschaft“) vorstellen.
Wichtig sind ihr solide Finanzen und eine „schonende Flächenentwicklung für Wohnraum und Gewerbe“. In diesem Zusammenhang verwies sie auf das momentane Problem der langen Verfahrensdauer bei Baugenehmigungen im Landratsamt. „Das Thema kocht in der Bevölkerung“, bemerkte Trinkl und machte deutlich: „Das muss Chefsache sein.“ Ihr Lösungsansatz: „Wir brauchen ein Beschleunigungskonzept vom Antrag bis zum Bescheid innerhalb weniger Wochen.“ Als weitere Idee nannte sie „die digitale Baugenehmigung, damit man jederzeit nachschauen kann wie weit das Verfahren ist.“
Was der Landkreis im Gesundheitsbereich brauche, sei ein stationäres Angebot für die Bereiche Palliativ und Hospiz. Intensiv begleiten und vorantreiben will Trinkl ferner das Thema Digitalisierung an den Schulen.
Dafür brauche man eine entsprechende Koordinierungsstelle.

N-Land L.m.
L.m.