Grundstück am Laufer Kreisverkehr

Caritas und Kirche bauen für arme Menschen

Auf dieser Fläche der katholischen Kirchenstiftung, zwischen Ottogasse und Kreisverkehr, wird ein Gebäude mit 15 Wohnungen für arme Menschen entstehen. Alle Beteiligten verzichten zugunsten niedriger Mieten auf Gewinn.
Auf dieser Fläche der katholischen Kirchenstiftung, zwischen Ottogasse und Kreisverkehr, wird ein Gebäude mit 15 Wohnungen für arme Menschen entstehen. Alle Beteiligten verzichten zugunsten niedriger Mieten auf Gewinn. | Foto: Privat2018/06/caritas-lauf-neues-wohnbauprojekt-gelande-kirchenstiftung.jpg

LAUF — Auf einem freien Grundstück der katholischen Kirchenstiftung St. Otto in Lauf, direkt neben der Pfarrkirche, verwirklicht die Caritas Nürnberger Land ein besonderes Wohnprojekt. Auf der Fläche zwischen Ottogasse und Kreisverkehr entsteht noch in diesem Jahr ein Gebäude mit 15 Mietwohnungen für arme oder eingeschränkt mobile Menschen und Migranten.

Eines der drängendsten sozialen Themen im Landkreis sei der Mangel an bezahlbaren und barrierefreien Wohnungen in infrastrukturell günstigen Lagen, begründet Caritas-Geschäftsführer Michael Groß das Engagement des Verbands. Die Idee dabei sei, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder geringem Einkommen zu Fuß einkaufen und am Gesellschaftsleben teilnehmen können.

Privater Mäzen

Weil die Errichtung sozialen Wohnraums im Rahmen der geltenden Vorschriften eigentlich nicht machbar sei, heißt es in einer Pressemitteilung, sei es umso erfreulicher, dass die Caritas und die Pfarrei St. Otto gemeinsam mit einem privaten Mäzen nun das Projekt verwirklichen könnten. Derzeit liege der Bauantrag bei der Stadt Lauf.

Entstehen sollen zwölf Wohnungen für Einzelpersonen- und drei für Zweipersonen-Haushalte, barrierefrei und im Rahmen der „Miet­obergrenzen“. Die Caritas wird das Gesamtgebäude als Generalmieter übernehmen und den Wohnraum für interessierte und geeignete Personen zur Verfügung stellen. Sie wird dabei die Bewirtschaftung des gesamten Objektes rein ehrenamtlich stemmen und das Mietausfallwagnis tragen. Die Erzdiözese und der private Förderer unterstützen das Projekt finanziell. „Und nur durch den glücklichen Umstand, dass alle Beteiligten jeweils auf einen auskömmlichen Betrieb bewusst verzichten und ihren sozialen Beitrag für die Gesellschaft leisten, konnte das Projekt zustande kommen“, freuen sich Michael Groß und Dekan Stefan Alexander.

Hilfe durch die Caritas

Der Neubau wird das 19. „In der Heimat wohnen“-Projekt in der Erzdiözese Bamberg. Es soll voraussichtlich schon im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein und Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, mit Migrationshintergrund und Behinderungen sowie für alt gewordene und von Vereinsamung bedrohte Menschen bieten. In Umsetzung des Gedankens der „Inklusion“ lege die Caritas als Betreiber größten Wert auf eine Durchmischung der Bewohner. Das Wohnprojekt ist kein Heim, sondern jeder der dort einziehenden Personen schließt einen einfachen Mietvertrag mit der Caritas ab. Die Caritas wird das Haus im Rahmen des Quartiersmanagements für Lauf/links mitbetreuen.

Der Laufer Bürgermeister Benedikt Bisping sagte inzwischen Dekan Stefan Alexander und dem Caritas-Geschäftsführer Michael Groß zu, den Bauantrag rasch zu prüfen, damit schnell gebaut werden könne.

Alle Interessenten sind zu einer Informationsveranstaltung am 13. Juli um 14 Uhr im Pfarrzentrum St. Otto eingeladen.

 

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