Sanierung der Nürnberger Straße

Rinnsteine raus

e. Baubeginn ist fürs kommende Jahr vorgesehen. | Foto: Magdalena Gray2020/09/Oberferrieden-Nuernberger-Strasse-scaled.jpg

OBERFERRIEDEN. Risse, Buckel, Flickenteppich: Die Nürnberger Straße ist arg in die Jahre gekommen. Nachdem im Sommer bereits die Kanal- und Wasserleitungen grundlegend saniert worden sind, kann die Gemeinde nun auch die Erneuerung der Straßenoberfläche ins Auge fassen.

Bevor die Sanierungsarbeiten beginnen, bringt die N-Ergie noch ihre Gasleitungen auf den neuesten Stand. Auch der Glasfaserausbau werde davor erledigt, versichert Bürgermeister Heinz Meyer (CSU). „Man muss schon erst mal das, was im Untergrund liegt, ordentlich machen. Sonst muss man unter Umständen nach wenigen Jahren wieder alles aufreißen“, erläutert er das Vorgehen.

Zwei mögliche Varianten

Planer Stefan Engelhardt vom Ingenieurbüro ibte hat dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zwei mögliche Varianten vorgestellt, wie man die Sanierung angehen könnte. Der Hauptunterschied ergibt sich dabei im Umgang mit den Gehwegen: Eine Möglichkeit wäre, die Asphaltdecke der Gehwege nur abschnittsweise an den wirklich maroden Stellen auszuwechseln und ebenso mit der Bordsteinkante und den Rinnsteinen zu verfahren. In der alternativen Variante schlägt Engelhardt vor, ein einheitliches Bild zu schaffen und die Gehwege komplett neu zu asphaltieren sowie sämtliche Bordsteine auszutauschen.

Rinnsteine fallen weg

Die Rinnsteine möchte er dafür samt und sonders entfernen und stattdessen den Straßenasphalt bündig mit den Bordsteinen abschließen lassen. Wegen der zusätzlichen Fräs- und Asphaltierarbeiten ist die zweite Variante mit voraussichtlich 1 368 500 Euro gut 300 000 Euro teurer als die erste Variante, die 1 076 950 kosten würde. Zuschüsse bekomme die Gemeinde leider bei keinem der beidem Vorschläge, da es sich jeweils um keinen Vollausbau handle, erklärte Engelhardt bedauernd.

Der Gemeinderat entschied sich ohne große Diskussion für die vom Planer als Alternative angebotene, zweite Variante, da sie die Straße langfristig weniger wartungsintensiv mache. Baubeginn ist fürs kommende Jahr vorgesehen.

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