Bebauungsplanentwurf wird abgesegnet

Plazet für Mühlbachviertel-Entwurf

Die geplante Ökosiedlung mit Blick nach Nordwesten, die im Gemeinderat noch einmal leicht modifiziert wurde. Am hinteren Siedlungsrand die Reihenhäuser, die allerdings zwei Blöcke mit sechs, nicht fünf, Einheiten darstellen sollten, von denen nun die ganz linke um ein Stockwerk reduziert wird. Im Westen die vier Doppelspänner, die ebenfalls alle um ein Stockwerk niedriger geplant werden, als es auf der Skizze zu sehen ist. In der Mitte des Quartiers ist die Variante mit den vier größeren Gebäuden für Eigentumswohnungen abgebildet. An dieser Stelle könnten aber auch Doppelhäuser entstehen. | Foto: Skizze: Hartmann-Thoma plan werk2019/05/Mimberg-Muehlbachviertel-Planungsbuero-Skizze2.jpg

BURGTHANN – Die Planung für das Öko-Wohnviertel im Mühlbachgrund wurde in der Mai-Gemeinderatssitzung mit den letzten Änderungen gebilligt. Nicht alle Gemeinderäte waren hochzufrieden, aber man hatte wohl das Weiterkommen des Projekts im Auge und konnte sich nach mehreren Umplanungen und noch einigen kritischen Nachfragen zu einer Zustimmung ohne Gegenstimme durchringen.

Mehrfach geändert

Bauamtsleiter Roland Schmucker ging ganz kurz auf die Geschichte des Entwurfs ein, der vom Planungsbüro Hartmann-Thoma schon mehrfach geändert worden war. Dreh- und Angelpunkt der Planungen waren stets die Verkehrserschließung sowie die Anzahl der Wohneinheiten.

Auch in der März-Sitzung war man mit der Anpassung – auch aus optischen Gründen – noch nicht zufrieden. Beanstandet wurde die hohe Bebauung im nördlichen Bereich, die zwei Mal sechs Reihenhauseinheiten mit drei Stockwerken vorsah.

Um den massiven Eindruck bei der Zufahrt in das Baugebiet abzumildern, forderte man, dass das angrenzende Haus nur zwei Etagen haben solle. In gleicher Weise war kritisiert worden, dass die vier Doppelspänner im Westen mit drei Stockwerken zu hoch seien und um eine Etage reduziert werden müssten. Diesen Wünschen folgten die Planer nun.

Zwei Varianten

Für das Zentrum des Karrees, in dem Eigentumswohnungen entstehen sollen, wurden zwei Varianten vorgelegt. Zum einen kann man sich vier Mehrfamilienhäuser vorstellen, zum anderen aber auch acht Doppelhäuser. Schmucker erklärte, dass es ideal wäre, dem Investor beide Alternativen offen zu halten.

Während Günther Nedvidek (CSU) für seine Partei Zustimmung signalisierte, hatte vor allem Heinz Holzammer (SPD) etliche kritische Nachfragen auf dem Zettel. Ihn störte es zum Beispiel, dass nirgendwo verbindlich festgehalten sei, dass die Kiefernweganbindung tatsächlich gebaut würde. Dies könne im Bebauungsplanentwurf aber gar nicht festgeschrieben werden, erklärte ihm der Bürgermeister, versicherte aber nachdrücklich, dass der vorgesehene städtebauliche Vertrag diese Zusage eindeutig enthalten werde.

Biotop wird gerettet

Zudem wollte er wissen, was mit dem Biotop am ehemaligen Tennisplatz geschehen werde. Die Vertreter des Planungsbüros beteuerten, dass der  Sandmagerrasen  nach Osten verlagert werden kann, inklusive Pflanzen, Wurzeln, Erde und Samen.

Abschließend stimmten die Gemeinderäte dem neuen Plankonzept und damit dem Bebauungsplanentwurf einstimmig zu und beschlossen die erneute öffentliche Auslegung sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler