Neue Ladesäule für Elektro-Fahrzeuge

Öko-Strom am Rathaus

Hier wird erstmals geladen (v.l.): Bauamtsleiter Roland Schmucker, Bürgermeister Heinz Meyer, Kämmerer Heinz Rupprecht, BMW-Händler Norbert Stahmer und N-Ergie Kundenbetreuer Horst Hien. | Foto: Spandler2016/07/burgthann-ladesaeule.jpg

BURGTHANN – Der Ausbau der Elektromobilität soll vorangetrieben werden, fordert die Politik, damit die Klimaschutzziele erreicht werden. Neben einer finanziellen Förderung der teuren E-Autos soll auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur dazu beitragen, die umweltfreundlichen Fahrzeuge populärer zu machen. Das Netz an Ladesäulen für Elektroautos muss engmaschiger werden, wenn diese Technologie Erfolg haben soll. Aus diesem Grund stellen immer mehr Kommunen solche Stationen auf ihrem Grund auf, schon weil sie selber ihren Fuhrpark mit E-Autos ergänzen.

„Auch wir wollen dazu unseren Beitrag leisten“, versicherte Bürgermeister Heinz Meyer gestern, als die jüngste Öko-Strom-Ladestation auf dem Parkplatz neben dem Rathaus in Betrieb genommen wurde. Zusammen mit Horst Hien, dem Kundenbetreuer des regionalen Energieversorgers N-Ergie, Norbert Stahmer vom gleichnamigen Altdorfer Autohaus, dem Geschäftsführer der Gemeinde Schwarzenbruck, Sebastian Legat, und den Abteilungsleitern des Burgthanner Rathauses wurden zu Demonstrationszwecken zwei stromangetriebene Fahrzeuge an der Säule erstmals betankt.

Seit Mitte Mai fährt der Rathauschef selber mit Öko-Energie, nun kann er seinen BMW i3 gleich vor der Haustür laden. Um vorzuführen, dass gleichzeitig sogar zwei Fahrzeuge an der Station geladen werden können, hängte Norbert Stahmer, von dem das umweltfreundliche Auto der Gemeinde stammt und der die Betreuung des Elektro-Mobils übernimmt, ein zweites an die Stromsäule. Etwa 30 Minuten dauert es, bis die Fahrzeuge mit einer Leistung von je 22 Kilowatt voll betankt sind, 120 Kilometer können die aktuellen Modelle damit fahren, die künftigen sogar 200 Kilometer, informieren Hien und Stahmer.

Im Moment noch kostenlos

Ein besonderer, allerdings befristeter Service für Besitzer von Elektro-Autos: Im Moment können sie die Station mit einem Spezialkabel, das sie allerdings selbst besitzen müssen, noch kostenlos nutzen. Sparen sie sich das Kabel und laden sie an der heimischen Steckdose, kann der Ladevorgang schon mal acht bis neun Stunden dauern. Bis Ende des Jahres wird allerdings ein System – vermutlich per App auf dem Handy – in Betrieb genommen, das einen Obolus für die Stromentnahme voraussetzt. Doch mit schätzungsweise 4 Euro pro Ladung ist auch dieser Beitrag überschaubar. Gekostet hat die Säule der Firma ABL Sursum Bayerische Elektrozubehör GmbH in Lauf 10.000 Euro. Sie wird in den Ladeverbund Franken+ integriert, eine Kooperation von derzeit 25 Stadtwerken in Nordbayern, deren Gründungsmitglied die N-Ergie ist.

Dass die Ladesäule nicht nur für die örtlichen Elektro-Auto-Besitzer gedacht ist, betont Bürgermeister Meyer ausdrücklich: „Wir freuen uns auf Gäste, die ihren Besuch mit einem Ladevorgang verbinden und sich so längere Zeit in Burgthann aufhalten. Das stärkt die lokale Wirtschaft“, spekuliert er.

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