Alte Halteschilder werden abmontiert

Kampf dem Schilder-Wirrwarr

Wirrwarr bei der Ausschilderung der Buslinien in Unterferrieden Mitte: Berechtigt sind das kleine Schild von Meidenbauer (Linie 555) und das Schild von Merz für die Linie 503. Nicht mehr existent ist die 507 Ezelsdorf Burgthann und sollte abgebaut werden. | Foto: Spandler2018/11/Mimberg-Awo-Heim-Haltestelle.jpg

UNTERFERRIEDEN/MIMBERG – Vor zwei Jahren sorgte die etwas holprige Umstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs einiger Linien im Landkreis von einem Busunternehmen auf ein anderes für manche Irritation. Diese Wogen, die insbesondere den Schülerverkehr betrafen, haben sich mittlerweile geglättet. Für Verwirrung sorgt aber immer noch die Beschilderung so mancher Haltestelle, die nicht auf der Höhe der Zeit ist.

Nachdem die Firma Meidenbauer aus Hersbruck die europaweite Ausschreibung für etliche Linien im Nürnberger Land, unter anderem im Bereich Altdorf-Burgthann, gewonnen hatte, wurde vom Landkreis ein neues Busverkehrs-Konzept installiert.

Die zuvor beauftragte Firma Merz aus Gnadenberg fuhr bis zum turnusmäßigen Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 die Strecken in den Kommunen Altdorf und Burgthann über die Linie 507 an. Danach übernahm, mit wenigen Ausnahmen, Meidenbauer den Betrieb, die 507 wurde im Rahmen des neuen Konzepts im Landkreis durch die Linie 555 (Großvoggenhof über Grub, Dörlbach, Schwarzenbach, Burgthann, Mimberg, Ezelsdorf, Oberferrieden, Grünsberg, Weinhof, Altdorf und zurück) ersetzt.

An manchen Haltstellen blieben jedoch die alten Firmenschilder der Firma Merz hängen, zum Teil auch deren überholte Fahrpläne. Daneben wurden aber auch die aktuellen Schilder der neuen Betreiber-Firma Meidenbauer mit den aktuellen Fahrzeiten installiert. Bei Fahrgästen – vor allem solchen, die nicht regelmäßig mit dem Bus fahren – muss dies zu einer gewissen Verwirrung führen. Betroffen sind hier zum Beispiel die beiden Haltestellen Unterferrieden Mitte und AWO-Heim Mimberg.

Gemeinde in der Verantwortung

Diese doppelte Ausschilderung sei darauf zurückzuführen, so Merz-Geschäftsführerin Patricia Ehbauer, dass in bestimmten Kommunen, wie in der Gemeinde Burgthann, die Haltestellen Gemeindeeigentum sind. „Die Schilder in den anderen Gemeinden haben wir bei Linienende bereits abgebaut, da sie unser Firmeneigentum waren“, versichert die Inhaberin des Busunternehmens. Was die Burgthanner Haltestellen angeht, sieht sie jedoch die Gemeinde in der Verantwortung.

Die wird demnächst die Schilder-Situation überprüfen und auch jene Kennzeichnungen ins Visier nehmen, die Merz als Betreiber ausweisen, obwohl diese Zeiten längst vorbei sind, wie es in Mimberg der Fall ist. Das versichert Anita Gröhling von der Gemeindeverwaltung.

Sie weist allerdings darauf hin, dass es durchaus noch Linien im Gemeindegebiet gibt, die von Merz betrieben werden. Hier geht es vor allem um die Buslinie 503, die vorher von der OVF, der Omnibus Verkehr Franken GmbH, betrieben wurde. Die existiert nach wie vor und fährt die Haltestellen Unterferrieden Mitte, Unterferrieden Leitenweg, Unterferrieden Schleife, Bahnhof Burgthann und Schule Burgthann an.

Hier ist die Ausschilderung für die Firma Merz berechtigt, stellt Gröhling fest: „An diesen Haltestellen müssen Schilder der Fa. Merz und der Fa. Meidenbauer stehen“, denn die von Meidenbauer betriebene Linie 555 hält auch an den genannten Haltepunkten der Linie 503.

Schilder werden überprüft

Ein Vertreter von Meidenbauer hat zudem versichert, dass deren Haltestellenschilder stets mit einem Linienhinweisschild (Linie 555) und einem aktuellen Fahrplan bestückt sind. Sollten Vandalen diese Zeitpläne abreißen, würden sie umgehend erneuert. In diesem Zusammenhang wird die Bevölkerung gebeten, Beobachtungen weiterzugeben.

Bei der Gemeinde ist man – anders als bei der Firma Merz – der Auffassung, dass grundsätzlich der jeweilige Bus-Unternehmer für die korrekte Einrichtung der Haltestelle verantwortlich ist.

Sollten hier Mängel bestehen, will sich Gröhling an den Betreiber aus Gnadenberg wenden und um eine Korrektur bei den Haltestellenschildern bitten. Sicherheitshalber will sie aber auch veranlassen, dass die Haltestellen durch den gemeindlichen Bauhof überprüft werden, um gegebenenfalls überflüssige Ausschilderung entfernen zu lassen. 

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler