Neue Schwarzachbrücke für Pattenhofen

Große Brücke für kleinen Ort

Am Haken des Schwerlastkrans schwebt dar tonnenschwere stählerne Brückenboden auf die vier Pfeiler aus Beton. | Foto: Alex Blinten2020/09/Pattenhofen-Bruecke1-2-scaled.jpg

Pattenhofen. Ein Schwerlastkran hebt auf der Baustelle in Pattenhofen den stählernen Brückenboden auf die Hauptträger.

Über 40 Jahre hatte die alte Schwarzachbrücke in Pattenhofen ihren Dienst getan, dann stellte sich bei einer Überprüfung heraus: Das aus Tropenholz bestehende Bauwerk war marode und musste dringend ersetzt werden. Nachdem der Burgthanner Gemeinderat im vergangenen Jahr einstimmig den Plänen des Ingenieurbüros Petter für einen Ersatzneubau zugestimmt hatte, fuhren gestern die Tieflader mit den Brückenbauteilen in Pattenhofen vor. Ein Schwerlastkran hat den stählernen Schwarzach-Übergang an seinen vorbereiteten Platz gehoben.

Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent

Als sich die Gemeinderäte im vergangenen Jahr mit dem Thema befassten, hatten sie verschiedene Brückenvarianten zur Auswahl. Eine Billig-Lösung wollte seinerzeit niemand. Das Bauwerk sollte sich in die Umgebung einpassen und das Schwarzachtal nicht beieinträchtigen, war damals die übereinstimmende Meinung. Deshalb zog man bei der Varianten-Auswahl die Stahlbrücke den vom Ingenieurbüro ebenfalls vorgestellten Betonbrücken vor, auch weil hohe Zuschüsse winkten.

50 Prozent der Kosten in Höhe von 615 000 Euro, so Bürgermeister Heinz Meyer, werden durch Zuwendungen gedeckt. Diese hohen Zuschüsse können deshalb fließen, weil die Brücke als Teil eines Kernwegenetzes gilt.
Warum aber ein so teures Brückenbauwerk für Radler und Wanderer? Meyer weist darauf hin, dass im Schwarzachtal zum einen Landwirte mit ihren schweren Schleppern unterwegs sind, die die Brücke nutzen.

Zum anderen liegen an den Zuwegen zur Brücke mehrere Tiefbrunnen der Gemeinde Burgthann, die regelmäßig angefahren werden müssen, ebenfalls mit tonnenschwerem Gerät. Das kann künftig problemlos über die neue Brücke bewegt werden, das Bauwerk hat eine Tragkraft von 40 Tonnen. Baubeginn war bereits Ende April, in etwa vier Wochen soll das Bauwerk befahrbar sein.

Unfall bei Arbeitsbeginn

Zu Beginn der gestrigen Arbeiten gab es einen Unfall. Der Mitarbeiter einer Transportfirma kam auf der Ladefläche eines Tiefladers ins Stolpern und stürzte in einen aus Eisenspeeren bestehenden Zaun. Dabei bohrte sich ein metallener Speer durch den Unterschenkel des Mannes, der nach einer Behandlung durch Notarzt Dr. Christian Matern ins Krankenhaus gebracht wurde.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren