Vorschau Neumarkt/Jura

Fußball-Leckerbissen unterhalb des Dillbergs

Bei den Derbys im Schwarzachgrund ging es in den letzten Jahren immer hoch her. | Foto: Vogt2018/10/IMG_4313.jpg

NÜRNBERGER LAND – Am vorletzten Spieltag der Vorrunde kommt es in der Kreisliga zum Kräftemessen des FC Ezelsdorf gegen den SV Rasch. Beide haben sich mit Siegen am vergangenen Wochenende im engen Feld des Kreisoberhauses Luft verschaffen können, wobei die Rascher Jungs einen Sprung um sieben Plätze auf Rang vier nach oben gemacht haben.

Dem Sieger des Landkreisderbys winkt in dieser verrückten Saison – den Zweiten SV Unterreichenbach (17 Punkte) trennen gerade einmal vier Zähler vom SV Rednitzhembach auf Platz zwölf – im günstigsten Fall nun sogar der Sprung auf Rang zwei. Dies wäre der Fall, wenn Unterreichenbach am heutigen Samstag beim enteilten Ligaprimus FC Wendelstein die Punkte lässt, und sich sowohl Pölling gegen Heng als auch Wolfstein und Deining die Punkte teilen.

Beim Landkreisduell zwischen „Grün-Weiß“ und Blau-Weiß“ unterhalb des Dillbergs spricht viel dafür, dass die Tagesform den Ausschlag gibt. Die Elf von Trainer Markus Lewey hat bereits drei Heimspiele abgegeben, während Rasch im Gegensatz dazu auswärts erst einmal voll gepunktet hat; vor zwei Wochen mit 2:0 in Winkelhaid.

Zieht man allerdings die Statistik zu Rate, nehmen die Rascher Jungs klar die Favoritenrolle ein. In der vergangenen Saison fuhren Spielertrainer Florian Schmidt die volle Punktausbeute (2:0 und 3:0) ein und die Saison davor triumphierte Rasch bei der Ezelsdorfer Kreisligapremiere nach dem Wiederaufstieg in der Bucher Straße sogar mit 5:1, während es im Rückspiel ein torloses Remis gab. Das Sorgenkind des heimischen Kreisligatrios ist der TSV Winkelhaid, bei dem seit vier Spieltagen die „Rote Laterne“ hängt. Nach der 1:2-Niederlage in letzter Minute in Deining hat sich die Negativserie auf sieben Niederlagen verlängert und zum rettenden Ufer fehlen bereits acht Punkte.

Nächstes Schicksalsspiel

Zum Auftakt einer „Englischen Woche“ – dem Schlusslicht steht an Allerheiligen gegen Lauterhofen gleich das nächste Schicksalsspiel ins Haus – kommt der SV Rednitzhembach (12.) in den Sportpark.

Trainer Matthias Krafft hofft inständig, dass seiner Elf gegen die seit fünf Spielen sieglosen „Hembis“, die innerhalb von zwei Wochen von Rang drei in den Tabellenkeller gerauscht sind, endlich auch einmal das Fußballglück hold ist und vor allem, dass bei seinen Stürmern der Knoten platzt.

Mit einem Sieg würde das Schlusslicht den Rückstand auf seinen morgigen Gegner zumindest auf vier Punkte verringern und hätte die Chance, zum Vorletzten SV Penzendorf, der beim Neuling Pollanten gefordert ist, aufzuschließen. Bei einer weiteren Niederlage zementiert der TSV dagegen den letzten Platz.

Vorentscheidende Woche

In der Kreisklasse ist der SV Unterferrieden die Mannschaft der Stunde. Die Elf von Trainer Holger Gißke hat sich zum ersten Verfolger der führenden DJK Berg aufgeschwungen, die beim SV Höhenberg (5.) eine hohe Auswärtshürde zu nehmen hat.

Die Fußballer vom Röthweiher selbst stehen vor einer vorentscheidenden Woche mit drei Spielen, die es in sich haben. Die Gißke-Elf begrüßt zunächst am Sonntag den Rangvierten 1.FC Altdorf bei sich, der sich auf dem absteigenden Ast befindet und nur eines seiner letzten fünf Spiele gewonnen hat. Danach steht an Allerheiligen das Nachholspiel in Pyrbaum (9.) auf dem Plan und am Sonntag darauf wartet der TSV Feucht (3.) auf die „Blau-Weißen“ Überflieger. Die Zeidler selbst, die sich mit zuletzt zwei Siegen auf Rang drei vorgekämpft haben, scheinen endlich in die Spur gefunden zu haben. Dies gilt es für Trainer Jan Völkel und seine Elf bei Aufsteiger TSV Pavelsbach (7.) zu bestätigen.

Ochis in Lauerstellung

In der A-Klasse Nord-Ost sollte Spitzenreiter TSV Burgthann (28 Punkte) bei der zweiten Garde des Kreisligaspitzenreiters FC Wendelstein (7.) ungefährdet sein und seine Vierpunkte-Führung vor dem Verfolgerduo FC Trautmannshofen und TSV Stöckelsberg verteidigen.

Der TSV Ochenbruck, der auf Rang vier in Lauerstellung liegt, hält mit einem Sieg gegen Heng II (12.) Anschluss. Der FSV Oberferrieden (6.), dem es bisher als einzigem gelungen ist, das Führungsduo Burgthann und Trautmannshofen zur Strecke zu bringen, will den positiven Trend der letzten Wochen bei der Reserve des TSV Winkelhaid (8.) fortsetzen.

Von den Teams aus der zweiten Tabellenhälfte hofft der FV Röthenbach (9.) bei der SG Litzlohe/Pilsach (11.) auf etwas Zählbares. Im Duell der „Zweiten“ des FC Ezelsdorf (10.) gegen die EKSG Rummelsberg, die auf den letzten Platz abgerutscht ist, liegen die Vorteile klar auf Seiten der Heimelf.

Der SV Moosbach hat nach dem ersten Saisonsieg und der Weitergabe der „Roten Laterne“ an die Eichkreuzler den FC Trautmannshofen zu Gast, gegen den die Elf von Trainer Georg Beck kaum etwas wird ausrichten können.

Der SC Eismannsberg bekommt es in der B-Klasse Ost flex mit dem 9er-Team des FSV Oberferrieden zu tun. Für den Spitzenreiter müsste die Aufgabe gegen das Schlusslicht eigentlich eine klare Sache sein. Dies hatten Coach Marco Guth und seine Elf allerdings auch gegen das 9er-Team des FV Röthenbach gedacht; und sind im Duell neun gegen neun mit 2:3 auf die Nase gefallen.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz