Spiel der Woche

Derby-Time in Ezelsdorf

Beim letzten Aufeinandertreffen am Ostermontag – hier eine Szene mit Sebastian Hecke und den beiden Winkelhaidern Patric Winter und Luca Kümmerl (Nr. 5) – behielt der FC Ezelsdorf durch Tore von Bastian und Thomas Eckersberger mit 2:0 die Oberhand. | Foto: Keilholz2018/09/DSC09958-1.jpg

EZELSDORF/WINKELHAID – Die Blau-Weißen und die Derbys – in den letzten Spielzeiten war dies aus Winkelhaider Sicht keine Erfolgsgeschichte. Nun steht mit der Partie beim FC Ezelsdorf am Sonntag (15 Uhr) das nächste Nachbarschaftsduell an. Eines, das zudem noch ziemlich richtungsweisenden Charakter besitzt – muss doch selbst Winkelhaids Coach Matthias Krafft zugeben: „Der Verlierer dieses Spiels wird ein paar Schwierigkeiten mehr haben.“

Niederlagen sind nie Willkommen, in diesem Fall käme eine Pleite aber zu denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Denn in diesem Spiel wird sich für beide Teams entscheiden, wohin die Reise in den nächsten Wochen geht. Mit drei Punkten könnten sowohl die Winkelhaider wie auch die Ezelsdorfer ins gehobene Mittelfeld aufrücken, selbst der viertplatzierte SV Unterreichenbach ist von den beiden heimische Kreisliga Nord-Vertretern nur fünf Zähler entfernt. Der Verlierer wird sich dagegen mittelfristig in der Gefahrenzone einrichten müssen. Aktuell belegen die Ezelsdorfer den 9. Platz, die Winkelhaider lauern nur zwei Ränge dahinter.

Trotz der Position auf dem Schleuderplatz ist TSV-Coach Krafft mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht unzufrieden. Die eingeplanten „sechs Pflichtpunkte“ haben seine Jungs geholt – und das trotz eines strammen Auftaktprogramms. Mit Unterreichenbach, Wendelstein, Wolfstein und Bezirksliga-Absteiger Pölling hatten sie es bisher fast ausschließlich mit hochgehandelten Teams zu tun und kamen dabei wirklich nur beim 1:6 in Wendelstein so richtig unter die Räder.

Hoffnung macht Krafft auch die Personalsituation, die „sich derzeit von Woche zu Woche verbessert.“ Natürlich fehlen die langzeitverletzten Diaco-Brüder und Rico Neubert gerade in der Offensive, aber mit Wolfgang Beck haben Krafft und Co nun einen Ersatz gefunden, der sich quasi als spätberufener Stürmer immer besser entwickelt.

Kreuzbandriss bei Warnhofer

Das kann FCE-Trainer Markus Lewey ebenfalls von seiner jungen Nachwuchsgarde behaupten. Die A-Jugendlichen, die er aufgrund zahlreicher Urlauber in den letzten Wochen bereits mehrfach einsetzen musste bzw. durfte, haben ihre Sache gut gemacht und werden deshalb wohl auch am Sonntag gegen Winkelhaid wieder eine Rolle spielen. Anders als Lucas Warnhofer, der sich im Training einen Kreubandriss zugezogen hat und nun auf unbestimmte Zeit ausfällt. Lewey: „Das ist schon ein schwerer Dämpfer für uns, denn Lucas war mit mein stabilster Innenverteidger.“

Auch wenn die Ergebnisse bislang noch eine andere Sprache sprechen, sieht Lewey sein Team mittlerweile auf einem guten Weg. „Letzte Woche bei unserer Niederlage in Pölling hat sicher nicht die bessere Mannschaft gewonnen“, so der Coach, „wenn wir an diese Leistung anknüpfen, mache ich mir für das Derby gegen Winkelhaid keine Sorgen.“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann