Arbeiten an Autobahnausfahrt Schnaittach und an B14

Baustellen fordern Geduld von Autofahrern

Auf der B14 an der Kreuzung Faunberg führt die N-Ergie Schachtarbeiten durch. Deshalb sind zwei Fahrspuren gesperrt. | Foto: Haase2020/08/Auffahrt-Faunberg-Mittelspur-gesperrt-scaled.jpg

LAUF/SCHNAITTACH – Wer in diesen Tagen von Schnaittach aber auch von Hersbruck aus mit dem Auto Richtung Lauf fahren möchte, muss viel Zeit einplanen. Die Großbaustelle auf der A9 Richtung Norden, die seit Mittwoch gesperrte Autobahnanschlussstelle Richtung Süden in Schnaittach und eine Baustelle auf der B14 an der Faunkreuzung sorgen für Staus und Verzögerungen.

Zur morgendlichen Stoßzeit reichte heute beispielsweise die Autoschlange durch Neunkirchen bis zum Faunbergknoten. „Wie kann es sein, dass man die Autobahneinfahrt A9 in Schnaittach sperrt und zeitgleich eine Baustelle am Faunberg einrichtet? Was für eine Zumutung“, schimpfte Barbara Penkwitz aus Simmelddorf in einer Mail an die Pegnitz-Zeitung.

Um nach Lauf zur Arbeit zu gelangen habe sie von zu Haus aus eine Stunde gebraucht. Man müsste doch meinen, dass es im Zeitalter der Digitalisierung möglich ist, sich besser abzusprechen.

Wegen der Baustelle auf der A9 kann man derzeit nicht den bequemen Weg über die Autobahn nach Lauf nehmen, sondern muss die die Staatsstraße über Schnaittach und Neunkirchen nehmen. Und wird am Faunberg gleich wieder ausgebremst, weil an der Ampel zur B14 der Abbiegeast gesperrt ist und sich die Autofahrer eine Spur teilen müssen. Auch aus Richtung Hersbruck ist der linke Fahrstreifen an der Ampel gesperrt.

Faunberg bis Mittwoch, 12. August

Bis einschließlich Mittwoch, 12. August, werden am Faunberg weniger Fahrspuren zur Verfügung stehen. „Es handelt sich hier nicht um eine Maßnahme des Staatlichen Bauamts, sondern die N-Ergie führt dort Schacht­sanierungen aus. Aber wir haben die Bauzeit schon so gut wie möglich reduzieren lassen“, erklärt ein Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Nürnberg auf Anfrage der PZ.

A9 früher weider baustellenfrei

Schneller geht es auf der A9. Die Anschlussstelle Schnaittach in Fahrt­richtung Nürnberg ist nur noch bis kommenden Montag gesperrt.
Dass dieser Termin eingehalten werden kann, davon geht man bei der Autobahndirektion aus. „Witterungsbedingt können Verschiebungen entstehen, Regen wäre so ein Problem, da wir dann keine Fahrbahndecken einbauen können. Bei der aktuellen Wetterlage ist aber nicht davon auszugehen“, informiert eine Pressesprecherin.

Beim Bau der A 9 vor 20 Jahren wurde zwischen der Anschlussstelle Schnaittach und dem Autobahnkreuz Nürnberg ein spezieller offenporiger Lärmschutzbelag eingebaut. Dieser wird nun in Schnaittach erneuert. Deshalb ist dort momentan auf einer Länge von rund zwei Kilometern die Spur Richtung Nürnberg gesperrt.

Montag und Dienstag wurde der Fahrbahnbelag abgefräst, wie die Pressesprecherin erklärt. Nun wird der neue Asphalt wieder eingebaut – zuerst eine rund acht Zentimeter starke Asphaltbinderschicht und im Anschluss ein rund fünf Zentimeter starker offenporiger Asphalt.

Hitze ist eingeplant

Einzig und allein die aktuelle Hitzewelle könnte der Fertigstellung am Montag noch einen Strich durch die Rechnung machen. „Hitzebedingt werden sich die Auskühlzeiten voraussichtlich verlängern, aber dies wurde im Bauablauf berücksichtigt. Sämtliche Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke werden bis 10. August abgeschlossen sein“, verspricht die Autobahndirektion. Bis dahin erfolgt die Umleitung über die Anschlussstellen Lauf/Hersbruck – vorbei an der Baustelle am Faunberg – oder über Hormersdorf.

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