Ermittlungsrichterin erlässt keinen Haftbefehl

Angriff in Röthenbach – War es Notwehr?

Anwohner, die den Messerangriff in der Rückersdorferstraße beobachteten, riefen die Polizei. Die Kripo Schwabach übernahm daraufhin die Ermittlungen. | Foto: Andrea Beck2019/04/Rothenbach-Einsatz-Kripo-8.April_.19-abe5.jpg


Röthenbach – Im Falle der Messerattacke in Röthenbach ist der verhaftete Röthenbacher wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungsrichterin lehnte den Erlass eines Haftbefehls auf Grund eines Videobeweises ab.

Im Zuge eines Streits zwischen zwei Männern war es am Montag, 8. April, in Röthenbach vor dem Lokal „Big Döner“ zu einem blutigen Vorfall gekommen. Einer von beiden zückte im Gerangel ein Messer und fügte seinem Kontrahenten damit schwere Stichverletzungen zu. Nachdem der verdächtige Messerstecher zunächst geflüchtet war, stellte er sich später am Montag selbst der Laufer Polizei.

Am nächsten Tag wurde der verdächtige Röthenbacher der Nürnberger Ermittlungsrichterin vorgeführt, die über einen Haftbefehl zu entscheiden hatte. Zur Beurteilung der Tat stand der Richterin dabei schon eine Videoaufzeichnung vom Tatort zur Verfügung, auf der der Streit zu sehen war.

Anhand dieses Videos entschied die Richterin auf Notwehr. Der Verdächtige habe sich nach diesen ersten Erkenntnissen im Streit gewehrt und es bestehe kein dringender Tatverdacht wegen Totschlags. Ein Haftbefehl wurde darum nicht erlassen. Nun laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem Ablauf der Tat. Unter anderem ist das Messer als Tatwaffe Teil dieser Untersuchungen.

N-Land Andrea Beck
Andrea Beck