2:3-Pleite nach 2:0-Satzführung

TV Altdorf verspielt den sicheren Sieg

Alles strecken half am Ende nichts mehr: Alina Hösch (links) und Senta Fößel verloren mit ihrem TV Altdorf 1881 trotz einer Zwei-Satz-Führung gegen den Dresdner SSV. | Foto: Frasch2019/10/tv-altdorf-_-dresdner-ssv.jpg

ALTDORF – Mit einem packenden Volleyball-Krimi konnte das Drittliga-Damenteam vom TV Altdorf seine Zuschauer am Samstag Abend über zwei Stunden lang unterhalten. Letztlich musste das Team des Trainergespanns Dörnhöfer/Kosikowski den Gegnerinnen vom Dresdner SSV einen knappen Sieg in der Altdorfer „Höhle des Löwen“ überlassen, obwohl es im dritten Satz phasenweise nach einem sicheren 3:0-Satzsieg ausgesehen hatte.

Altdorf hat nun zu Saisonbeginn zwei Heimspiele absolviert, hat vier Punkte und 5:4 Sätze ergattert. Nach dem 2:3 (25:20, 25:16, 24:26, 21:25, 13:15) bleibt vom Wochenende allerdings nur 1 Punkt in Altdorf.

In den beiden Auftaktsätzen erspielte sich Altdorf I schnell eine leichte Überlegenheit und führte durchweg mit ein paar Punkten vor den Dresdnerinnen, die aber nie aufsteckten und stoisch dagegenhielten. Altdorfs Zuspielerin Ellen Heimburger setzte ihre Angreiferinnen, auch aus dem Hinterfeld, geschickt ein, und so konnte man mit 25:20 und 25:16 vermeintlich sicher in Führung gehen. Dabei zeigten die Altdorfer Mädels vor allem in der Feldabwehr eine gute Abstimmung und von Beginn an jede Menge Siegeswillen.

Wutausbruch in der Auszeit

Dass aber die Dritte Volleyball-Liga in dieser Saison sehr ausgeglichen ist und dass es schier unmöglich ist, einen Sieg im lockeren Vorbeigehen mitzunehmen, zeigte sich im dritten Satz. Erneut führte Altdorf – trotz vieler verschlagener Aufgaben – scheinbar souverän mit 17:11, ließ dann aber das routinierte und immer besser ins Spiel kommende Sachsen-Team wieder herankommen. Die Folge: Die Gäste kämpften sich zurück und entschieden den dritten Satz knapp mit 24:26 für sich.

Doch es kam noch dicker für die Altdorfer Mädels: Nachdem die Sachsen auch Satz Nummer vier gewannen, holten sie sich auch den entscheidenden, bis zuletzt hart umkämpften fünften Satz mit 15:13.

Daran änderte auch der kurze, dafür aber heftige Wutausbruch von Trainer Milan Dörnhöfer („Eine bewusst gesteuerte Handlung“) während einer Auszeit nichts mehr.

War sichtlich bedient: Altdorfs Trainer Milan Dörnhöfer. Foto: Kaufmann2019/10/DSC_1773.jpg

Insgesamt zeigten die Altdorfer TV-Damen eine respektable und konzentrierte Leistung und boten den Dresdnerinnen über die gesamte Spielzeit einen Kampf auf Augenhöhe. Letztlich aber blieben die Altdorfer Angriffsaktionen zu durchschaubar. Coach Dörnhöfer war sich nach dem Match bewusst, dass noch viel Arbeit auf ihn und sein Team wartet. „Wir haben viel zu wenig variabel agiert. Vor allem haben wir die gegnerische Außenangreiferin (Nr. 13) weder durch Block noch durch Sicherung nicht in den Griff bekommen“, lautete das Fazit des enttäuschten Altdorfer Trainers im Anschluss an die Partie.

Als wertvollste Spielerinnen wurden Luisa Reimer bei Dresden und Katharina Schoen beim TVA geehrt.

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