Schnelles Internet für weitere 2300 Haushalte in Altdorf und zugehörigen Ortsteilen

Surfer können Gas geben

Legten gemeinsam den Schalter von „Vergangenheit-Schmalspur“ auf „Zukunft-Breitband“ um: Landrat Willibald Gailler aus dem Landkreis Neumarkt, der Berger Bürgermeister Helmut Himmler, Staatssekretär Albert Füracker und Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer. Rechts hinter Odörfer Christian Brandl von Brandl Services, rechts neben dem Bürgermeister Landrat Armin Kroder. Foto: Blinten2016/05/Breitband-Altdorf.jpg

ALTDORF – Weitere 2300 Haushalte in Altdorf und zugehörigen Ortsteilen und 800 Haushalte in Berg können ab sofort schnelles Internet nutzen. Das in interkommunaler Zusammenarbeit entstandene Glasfaserprojekt der Stadt Altdorf, der Gemeinde Berg und dem Partner Brandl Services ist abgeschlossen. Zur symbolischen Schalte kam deshalb Finanz-Staatssekretär Albert Füracker ins Altdorfer Rathaus. Mit dabei auch die Ländräte Armin Kroder (Nürnberger Land) und Willibald Gailler (Landkreis Neumarkt), der Altdorfer Bürgermeister Erich Odörfer und sein Berger Kollege Helmut Himmler.

Bürger und Gewerbetreibende können jetzt schnell im Internet durchstarten. Für VDSL Anschlüsse stehen bis zu 75.000 kBit/s zur Verfügung, für Glasfaser-Direktanschlüsse bis zu 150.000 kBit/s. Brandl Services zog die Arbeiten in nur sechs Monaten durch, von August bis Dezember 2015.

Füracker lobte die Altdorf-Berger Zusammenarbeit und verwies auf die bayerische Förderung für Stadt und Gemeinde. 606.552 Euro Zuschuss erhält Altdorf für seinen Breitbandausbau an Zuschuss, 386.122 Euro die Gemeinde Berg.

Leerrohre schon im Boden

Altdorfs Bürgermeister Odörfer erinnerte an die Vorarbeit, die die Stadt mit der Verlegung von Leerrohren leistete und verwies auf Fürackers Engagement, als es darum ging, bestehende Leitungen an der A 3 und der A 6 nutzen zu können: „Das hat das Ganze erleichtert.“ Da jetzt auch die Bevölkerung in den kleineren Ortsteilen schnelles Internet habe, könne er endlich wieder beruhigt in die Bürgerversammlungen gehen. Odörfers Kollege Himmler verwies darauf, dass man innerhalb kürzester Zeit in die Gänge gekommen sei. „Breitbandversorgung ist für die Wirtschaft und für die Bevölkerung heute selbstverständlich.“ Die MOF, die mittelfränkisch-oberpfälzische Freundschaft sei mit der Zusammenarbeit von Altdorf und Berg wieder einmal erfolgreich unter Beweis gestellt worden, schloss sich Landrat Gailler augezwinkernd an und erntete Zustimmung bei seinem Kollegen aus Lauf, Armin Kroder: „Ein gut gelungenes Projekt, das über eine Grenze hinweg vorangetrieben wurde.“ Für Kroder steht fest, dass die Breitbandversorgung zwischenzeitlich zur Daseinsvorsorge gehört – wie der Straßenbau, die Wasser- oder die Energieversrogung. Aktuell nutzen im Freistaat bereits 1.949 Kommunen (95 Prozent) das Förderverfahren für den Breitbandausbau, der damit auf Hochtouren läuft. Viele Gemeinden gehen mehrfach in das Verfahren, um schrittweise besonders zukunftssichere Glasfasernetze zu erhalten. So hat das Finanzministerium bereits 1002 Förderbescheide an 945 Kommunen mit einer Gesamtfördersumme von mehr als 346 Millionen Euro übergeben. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden weit über 14.000 km Glasfaserleitungen verlegt. „Jede Gemeinde erhält eine Ausfahrt von der Datenautobahn“, kündigte Füracker an. Wichtige Hilfe für die Kommunen ist die Beratung durch die Breitbandmanager an den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Deshalb gab es auch aus dem Altdorfer und dem Berger Rathaus einen besonderen Dank an Breitbandberater Roland Zeltner, der das hiesige Projekt unterstützte.

 

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