Nürnberger Straße

Stadtrat schmettert SPD-Antrag ab

Kräne und Bagger werden die Wiesen an der Nürnberger Straße erobern. Allerdings nicht, um dort Wohnraum zu schaffen. | Foto: Christian Geist2019/04/Altdorf-Nuernberger-Strasse-Bebauungsplan-online.jpg

ALTDORF. Das Areal an der Nürnberger Straße ist ein Sonder- und Gewerbegebiet. Das besagt Bebauungsplan 43. Die SPD könnte sich hier zwar Wohnungen vorstellen. Einen entsprechenden Antrag hat der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung jedoch abgelehnt.

Martin Tabor, der Fraktionschef der Sozialdemokraten, begründete seinen Antrag damit, dass es in Altdorf zu wenig Wohnraum gebe und das Gebiet an der Nürnberger Straße zu schade ist, um es nur für Gewerbe zu nutzen. Vor allem Geschosswohnungsbau sollte man dort doch auch vorsehen.

Bernhard Dotzer von der Bauverwaltung der Stadt wies darauf hin, dass es sich bei dem Sonder- und Gewerbegebiet um ein eingeschränktes handle, das aus Emissionsschutzgründen bestimmte Betriebe gar nicht zulasse. Aus Verwaltungssicht wolle man an der bisher vorgesehenen Nutzung festhalten.

Verzögerungstaktik der SPD?

Dem schloss sich Dr. Bernd Eckstein (CSU) an. Man habe doch schon so lange diskutiert und die SPD habe zunächst kein Gewerbe gewollt, nun aber doch, aber mit Wohnungen. „Da müsste man doch wieder neue Gutachten machen und noch höhere Schutzwälle bauen“, meinte er und unterstellte der SPD-Fraktion eine Verzögerungstaktik. Dem schloss sich Thomas Dietz (FW/UNA) an. „Wir würden hier wahnsinnig viel Zeit verlieren und die Arbeit der Verwaltung von einem Jahr wäre umsonst gewesen.“ Auch werde dadurch viel Geld verbrannt. Außerdem brauche man in Altdorf ja Gewerbeflächen. Zwar werde auch Wohnraum benötigt, „aber die Nürnberger Straße nochmal in Frage zu stellen, ist falsch“.

Die Grünen finden es zwar gut, Wohnungen zu planen, aber nicht mit Gewerbe. „Wir sind gegen Gewerbe an dieser Stelle“, sagte Horst Topp. „Einer Nur-Wohnbebauung in Richtung Autobahn würden wir uns nicht verschließen“, sagte er, wollte aber eine zusätzlich Wohnzeile geplant sehen. Das lehnte Bürgermeister Erich Odörfer (CSU) mit der Begründung ab, dass eine Zufahrt nicht machbar sei. Gegen die sechs SPD-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler