Sudetenstraße saniert

Stadt spart 90 000 Euro

Saubere Arbeit: In der Sudetenstraße hat ein Team des Bautrupps unter anderem Randsteine verlegt. Die Stadt hat hier mit dem Einsatz eigener Mitarbeiter viel Geld gespart. | Foto: Alex Blinten2020/09/Altdorf-Sudetenstrasse-scaled.jpg

ALTDORF – Die Stadt Altdorf hat bei der Sanierung der Sudetenstraße in zehn Wochen 90 000 Euro gespart. Wie das funktioniert, haben Ewald Roth, in der Stadtverwaltung zuständig für die Bautechnik, und Torsten Rosenau vom Bauhof im Altdorfer Stadtrat erläutert.

Städtische Bauhofmitarbeiter haben in zweieinhalb Monaten einen 400 Meter langen Straßenabschnitt erfolgreich teilsaniert – die Kosten dafür lagen um 90 000 Euro unter denen privater Tiefbauunternehmen. Die Arbeit des vierköpfigen Altdorfer Straßenbautrupps hat Rosenau per Video den Stadträten vorgestellt, die sich beeindruckt zeigten, von der Professionalität, mit der die Bauhofmitarbeiter Straßenbauarbeiten erledigten. 50 bis 80 Meter Straßenabschnitt schafften die Männer in einer Woche. Ein Modell für die Zukunft, das der Stadt viel Geld sparen könnte? Thomas Dietz (FW/UNA) sieht das durchaus so: „Ein dickes Lob, hier haben wir ein Beispiel, wie man es auch machen kann, wir sind da unabhängig von Ausschreibungen.“

Karin Völkl (SPD) äußert sich ebenfalls zufrieden mit den Leistungen des Bauhofs, wo es jetzt ohnehin viele Verbesserungen gebe. „Wir wind froh, dass sich was tut.“

Zusätzliches Personal nötig?

Ganz so euphorisch wie andere Stadträte ist Bernd Eckstein (CSU) nicht. Er spricht zwar von einer „guten Initiative des Bauhofs“, für ihn stellt sich aber die Frage, ob man jetzt zusätzliches Personal braucht, wenn man einen eigenen Straßenbautrupp aufstellen will. „Deshalb sollten wir das im Hauptausschuss diskutieren.“ Ähnlich sieht das Thomas Kramer (CSU). Die 90 000 Euro habe man sparen können, weil vorhandenes Personal die Arbeiten ausgeführt habe. „Man muss aber genau überlegen, ob man zusätzliches Personal einstellt.“

Der städtische Bauhof habe in der Sudetenstraße gezeigt, dass er qualitativ hochwertige Arbeit auch im erweiterten Straßenunterhalt leisten kann, sagt Bürgermeister Martin Tabor. In der momentanen Marktsituation seien Privatunternehmen schwer erreichbar, die Preise noch dazu hoch.

Von daher gelte es jetzt zu prüfen, ob die Bauhof-Mitarbeiter anstelle von Privatunternehmen den erweiterten Straßenunterhalt übernehmen können. „Selbstverständlich würde sich das nur auf unsere eigenen Straßen beziehen und wir als Kommune damit nicht in Konkurrenz zu Privatanbietern treten.“

Das Thema soll im Rahmen der anstehenden Haushaltsplanungen wieder zur Beratung auf den Tisch kommen.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren