Sozialer Wohnungsbau in Altdorf

Spatenstich für ein 4,5 Millionen Projekt

Erster Spatenstich für den geförderten Wohnungsbau in Altdorf mit Vertretern der Baufirma, der Stadtverwaltung, Stadträten Bürgermeister Odörfer und dem Geschäftsführer des Architekturbüros. | Foto: Alex Blinten2019/05/Altdorf-Spatenstich-Sozialwohungen.jpg

ALTDORF. Die Stadt Altdorf baut 20 neue Sozialwohnungen an der Dora-Hitz-Straße für Leute mit kleinem Geldbeutel. Sozialwohnungen gibt es im Verwaltungsdeutsch eigentlich gar nicht mehr.

In den Rathäusern heißt das jetzt „geförderter Wohnungsbau“ und die Verantwortlichen sind gehalten, diesen neuen Begriff zu verwenden. Den Altdorfern ist das egal. Hauptsache, das Projekt im neuen Baugebiet an der Rascher Straße geht voran. Vor Ort trafen sich Vertreter des Bauunternehmens, des Architekturbüros, der Stadtverwaltung und Stadträte mit Bürgermeister Erich Odörfer zum ersten Spatenstich.

20 Sozialwohnungen auf einen Schlag

„Wir gehen mit dem Bauvorhaben voran“, betonte der Rathauschef vor Ort. Er weiß, dass es im Nürnberger Land kaum eine Kommune gibt, in der nicht preisgünsteiger Wohnraum fehlt. Die Liste von Interessenten, die bezahlbare Wohnungen suchen, ist auch im Altdorfer Rathaus ellenlang. Die Stadt hat deshalb viel Geld in die Hand genommen, um jetzt auf einen Schlag 20 Sozialwohnungen in der Größe von 55 bis 75 Quadratmetern zu bauen.

Stadtrat steht geschlossen hinter dem Projekt

4,5 Millionen kostet das Projekt, für dessen Finanzierung Altdorf ein Förderprogramm des Freistaats in Anspruch nimmt. Das relativ zentrumsnah gelegene Grundstück ist im Eigentum der Stadt.

Der Stadtrat steht geschlossen hinter dem Projekt, alle nötigen Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Und auch die Fördermaßnahme konnten die Altdorfer zusammen mit der zuständigen Stelle bei der Regierung von Mittelfranken zügig durchziehen. Dafür dankte Odörfer ausdrücklich den Verantwortlichen.

Die neuen Wohnungen werden alle barrierefrei sein, zwei werden für die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern geplant. Für behinderte Menschen im neuen Gebäude wird auch ein Aufzug eingebaut.

Einzige Antwort auf steigende Preise

Heinz Beer, Regionalbeauftragter der IG Bau in Franken, sieht im Neubau die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und Immobilienpreise. „Gerade für den sozialen Wohnungsbau muss deutlich mehr getan werden“, sagt Beer. So sehen das auch die Verantwortlichen in Altdorf.

Bislang hat die Stadt insgesamt acht Sozialwohnungen, zwei Einzimmer- und zwei Dreizimmerwohnungen und ein Haus mit insgesamt vier Wohneinheiten. Jetzt kommen 20 dazu.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten