Rektor der Grundschule Altdorf wurde verabschiedet

Schulfrei mit 62: Peter Vogel geht in den Ruhestand

Will sich in Zukunft mehr um seine Familie und seinen Garten kümmern: Peter Vogel (rechts) mit Ehefrau Evi. F.: Kappes2012/07/petervogel_New_1343659202.jpg

ALTDORF – Der Lotse geht von Bord: Peter Vogel, Rektor der Grundschule in Altdorf, geht in den Vorruhestand. Was er nun zu tun gedenkt und was ihm am meisten fehlen wird, verriet der 62-Jährige bei seiner Abschiedsfeier.

Der Abschied nach 17 Jahren fiel ihm sichtlich schwer: Peter Vogel musste während seiner Rede mehrmals schlucken. Bauchweh habe er gehabt vor diesem Festakt, gestand er. Froh und erleichtert sei er deshalb über den Rahmen im Kreise seiner eigenen Familie und der Schulfamilie. Am Vormittag hatten die 500 Grundschüler „Auf Wiedersehen“ gesagt. „Das hat mich sehr ergriffen“, sagte Vogel gerührt, der noch bis zum heutigen Dienstag offizieller Rektor der größten Grundschule im Nürnberger Land ist.

Die so gelobten Schüler ließen sich bei ihren Auftritten nicht lumpen. Wie es sich für eine Bildungseinrichtung gehört, die sich eine musikalische Ausrichtung auf die Fahnen geschrieben hat, gab der Schulchor sein Bestes. Die Theatergruppe stellte pantomimisch dar, was ihren Rektor nun so alles erwarten mag. Ausgedehnte Pausen beim Eis essen zum Beispiel.

So sind es besonders die Kinder, die Vogel fehlen werden. Zwar waren sie so manches Mal laut. Aber das war eigentlich ein schönes Geräusch, erzählte Vogel schmunzelnd.

Auch das Lehrerkollegium bewies, was Pennäler einer musikalischen Schule ausmacht. Gleich mehrere Abschiedslieder sangen sie zu Ehren ihres Chefs. Dass sie diesen vermissen werden, stellten sie immer wieder in den Vordergrund.

Einen Namen als „musikalische Grundschule“ hat sich das Schulhaus gemacht, weil es Musik mehr in den Schulalltag und gleich in verschiedene Fächer mit einbindet. Außerdem hat seit 14 Jahren die Musikschule ihren Platz in der Grundschule. Bereits zwölf große Projekte dokumentieren die enge Zusammenarbeit: So legte das 2001 aufgeführte Musical „Der wilde wilde Westen“ von Musik- und Grundschülern den Grundstein für viele weitere klangvolle Auftritte.

Bei seinem letzten Auftritt als Rektor verriet Peter Vogel, was er nun mit seiner freien Zeit anfangen möchte. Beispielsweise seiner großen Leidenschaft fröhnen: Der Gärtnerei. Damit der Winkelhaider ab morgen so richtig loslegen kann, beschenkten Kollegen und Redner den 62-Jährigen mit allerhand Nützlichem für die Arbeit im Grünen: werkelnden Spielfiguren, Pflanzenbüchern und Samen – darunter birnenförmige Obsttomanten und Sonnenblumen. Denn diese zögen laut Packungsaufschrift die Vögel an, scherzte Petra Vetter vom benachbarten Leibniz-Gymnasium.

Neben der Botanik möchte Vogel seiner Familie nun mehr Zeit widmen. „Ich will mit meinen Enkel spielen“, sagte Vogel, von Freunden und Verwandten „Pitti“ genannt. „Und mit meinem Schwager Holz hacken.“

Vogels Freund und Konrektor Kurt Kratochwill, betonte, dass Vogel bleibende Konstanten für die Schule hinterlasse. Er habe einen Geist der aufmunternden Freundschaft und des verzeihenden Verständnisses in die Altdorfer Räume einziehen lassen. Der Lotse geht von Bord. Das Schulschiff wird seinen Kurs auch in Zukunft beibehalten. kap

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