Außenbereich des Wichernhauses umgestaltet

Schubkarren schieben statt Schulunterricht

Staunten, was man an einem Tag alles schaffen kann, wenn alle mit anpacken: Siemens-Mitarbeitende und Schülerinnen und Schüler des Wichernhauses. | Foto: Dörr2016/10/Altdorf-SiemensWichernhaus_Gruppenbild.jpg

ALTDORF – Schubkarren schieben statt Matheunterricht und Teamsitzung: Schüler der Hauptschulstufe des Förderzentrums für Körperbehinderte des Wichernhauses haben mit Siemens-Nachwuchskräften den Platz vor dem Haupteingang der Altdorfer Einrichtung der Rummelsberger Diakonie aufgefrischt.

Für die sechs Schüler der Fachpraxis Werken und Pädagoge Christian Lorenz sowie die 20 Siemens-Nachwuchskräfte mit Unternehmenspaten Stefanie Wagner, Klaus Wagenpfahl und Projektleiterin Sabine Müller startet der arbeitsreiche Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Im Anschluss erklärt Thomas Altmann den Tagesplan und verteilt die Aufgaben. Der Technische Leiter des Wichernhauses hatte die Konzeption der Neugestaltung des Außenbereichs übernommen, unterstützt von Einrichtungsleiter Wilhelm Hammerschmidt. Altmann hatte sich außerdem um Materialauswahl und -bestellung gekümmert. Für Materialien gab es im Vorfeld eine Geldspende von Siemens in Höhe von 1.000 Euro.

Siemens übernimmt regelmäßig soziale Projekte, bei denen sich künftige Führungskräfte mit Organisation und eigenem Einsatz engagieren. Es geht es um Teambildung über die Unternehmensbereiche hinweg. Die geförderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich nicht nur vernetzen, sondern zugleich lernen, über den Tellerrand zu blicken und ehrenamtliche Verantwortung zutragen.

„Wir möchten unseren Beitrag für die Gesellschaft leisten und starten daher regelmäßig gemeinsam Projekte mit sozialen Einrichtungen. Das Thema Diversity (Vielfalt) ist wichtig für Siemens, und mit Aktionen wie dieser leben wir das Motto“, erklärt Sabine Müller.

Rosen und Lavendelgarten

Am Aktionstag funktioniert alles prima. Die Beteiligten sind mit Feuereifer bei der Sache. Ein Rosenspalier wird aufgestellt, neue Bäume gepflanzt, ein Lavendelgarten angelegt. Zeit haben die fleißigen Helfer bis 16.30 Uhr, die Schüler der Hauptschulklasse sind bis Schulschluss um 13 Uhr dabei. Gut, dass alle beherzt mit anpacken.

Siemens-Nachwuchs Helmut Staufer und Pate Klaus Wagenpfahl schleppen unermüdlich Kiesschotter, Patin Stefanie Wagner schaufelt mit Jungkollege Marcel Schulz und Förderschüler Sebastian Trebes Nachschub in die Schubkarren. Die Jungs aus der Fachpraxis Werken jäten Unkraut, pflanzen Gräser und legen einen Kräutergarten an. „Bei dem schönen Wetter macht das Spaß und es sieht auch gleich schöner aus“, freut sich der 17-jährige Pascal Kropp.

Am Ende des Tages sind die Helfer erledigt und zufrieden.  Thomas Altmann freut sich, dass sogar die neue Beleuchtung und eine Sitzbankgarnitur aus Sandstein und Holz fertig wurden.

„Was man alles schaffen kann“

Projektleiterin Sabine Müller zieht ebenfalls eine positive Tagesbilanz: „Es ist immer wieder erstaunlich, was man an einem Tag alles schaffen kann, wenn alle zusammen helfen. Es hat viel Spaß gemacht, auch mit den Schülern des Förderzentrums. Wir hoffen, alle Besucher, Gäste und Mitarbeiter des Wichernhauses haben viel Freude am neuen Außengelände.“

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