Amt verlangt Bürgerbeteiligung

Rascher sollen beim Dorfplatz mitreden

Am Parkplatz vor der Sporthalle begrüßt der SV Rasch seine Gäste. Hier soll der gesamte Bereich demnächst umgestaltet werden. Bei den Planungen darf der Sportverein nicht außen vor bleiben, das forderte CSU-Fraktionschef Thomas Kramer. Die Schwarzach trennt die beiden Bereiche, die im Rahmen der Dorferneuerung schöner gestaltet werden sollen: rechts das Areal vor der Rascher Sporthalle, links (verdeckt vom Gebüsch) der Bolz- und Spielplatz. | Foto: Blinten2019/03/raschdorfplatz_montage.jpg

ALTDORF – Endlich kommt die Umgestaltung des Rascher Dorfplatzes in Gang. Viele Bürger im Ort hatten schon befürchtet, dass es mit dem Projekt nichts mehr wird. Jetzt stellt die Stadt einen Antrag für ein Dorferneuerungsverfahren. Die Planung übernimmt das Büro Frenzke aus Hagenhausen, das gemeinsam mit der Stadt nun auch einen Termin für eine Bürgerbeteiligung festlegen wird. Auf einer Bürgerversammlung in Rasch sollen die Pläne dann vorgestellt werden.

Die Stadt hat schon seit geraumer Zeit vor, den Dorfplatz im Bereich des ehemaligen Kriegerdenkmals umzugestalten. Weil auch bei einer Erweiterung der Maßnahme auf die andere Seite der Schwarzach Fördermittel fließen würden, hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen, auch den Spiel- und Bolzplatz mit einzubeziehen. Der Spielplatz hätte im Rahmen des städtischen Spielplatzkonzepts ohnehin saniert werden müssen.

Voraussetzung für Zuschüsse

Damit bei der Dorferneuerung Zuschüsse für die Stadt fließen können, verlangt das zuständige Amt für ländliche Entwicklung eine Beteiligung der Bürger. Planerin Bettina Frenzke wird deshalb einen ersten groben Vorentwurf erarbeiten und diesen gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Bauverwaltung in Rasch vorstellen. In Frenzkes Entwurf sollen dann auch Anregungen der Bürger mit aufgenommen werden.

Im Bauausschuss begrüßte es die Rascher Stadträtin Margit Kiessling (Grüne) ausdrücklich, dass es jetzt endlich voran geht mit der Dorferneuerung im Ort. „Die Bürger haben das ja schon länger gefordert.“ Woraufhin ihr Bürgermeister Erich Odörfer entgegenhielt, dass das jetzige Projekt ja erheblich größer sei, als die ursprünglich vorgesehene Umgestaltung des Dorfplatzes. „Wir fangen ja wieder ganz von vorne an.“

Trotzdem ist es gut, dass es jetzt vorangeht, bemerkte Thomas Dietz (FW/UNA), ebenso wie CSU-Fraktionschef Thomas Kramer, der in die Planung zur Umgestaltung des Dorfplatzes auch den SV Rasch mit einbeziehen will.

Versammlung spätestens im Mai

In der Vergangenheit ist in Rasch immer wieder Kritik daran laut geworden, dass es in anderen Ortsteilen zwar Dorferneuerung gab, in Rasch aber nichts geschah. Darauf wies Horst Topp (Grüne) hin. Er wollte im Bauausschuss auch konkret wissen, wie es denn nun weiter gehe.

Im April, spätestens im Mai, das versprach Odörfer, werde man die Versammlung terminieren, in der die Rascher Bürger ihre Ideen für die Umgestaltung der Grundstücke an der Schwarzach äußern können. Der Bürgermeister erläuterte auch noch einmal, warum sich die Maßnahme in Rasch so lange hinzieht. Ursprünglich wollte die Stadt die Umgestaltung des Dorfplatzes in Eigenregie planen.

Als die zuständige Mitarbeiterin dann aber in Mutterschutz ging, hat man die Planung extern an das Büro Frenzke vergeben.

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