Kreisliga Nord

Rascher schicken Winkelhaid ins Tal der Tränen

Mit bangen Blicken verfolgen die Rascher um Christoph Müller (Nummer 13) den Winkelhaider Torschuss. | Foto: Vogt2018/10/tsvwinkelhaid_svrasch.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Kreisliga Nord ist heuer spannend wie selten. Nach diesem Spieltag trennen den Tabellenzweiten und die Rascher auf Platz elf gerade mal drei mickrige Punkte. Auch für die Ezelsdorfer, die nur einen Zähler dahinter mit weiterhin zwölf Punkten auf dem zweiten Abstiegs-Relegationsplatz rangieren, ist noch alles drin. Ernsthafte Gedanken müssen sich dagegen die Winkelhaider machen, denen nach der Derby-Niederlage gegen Rasch nun schon sieben Punkte aufs rettende Ufer fehlen.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: TSV Winkelhaid – SV Rasch 0:2 (0:1) – Gegen aktuell nicht kreisligataugliche Winkelhaider reichte den Gästen aus Rasch eine durchschnittliche Leistung um am Ende als verdienter 2:0-Sieger vom Platz zu gehen. Winkelhaid wollte auf die schwachen Leistungen der Vorwoche reagieren und schickte eine veränderte Start-aufstellung ins Rennen, was jedoch am Ende auch nicht zum gewünschten Erfolg führte.

In den ersten zehn Minuten machte Winkelhaid das, was man gegen die Rascher eigentlich nicht machen sollte. Nämlich unnötig viele Fouls mit dadurch verbundenen Standardsituationen zu fabrizieren. Den vierten dieser Freistöße aus dem Halbfeld nutzte dann Maximilian Puchner per Kopf zum 1:0 in der 13. Minute. Davor hatte bereits David Horil nach einer Birkelbach-Flanke die Chance, die Gäste freistehend in Führung zu bringen, scheiterte jedoch an Dominic Fritschka im Kasten der Heimelf. Auf der anderen Seite scheiterte der erstmals eingesetzte Hübner aus 10 Metern an Torhüter Ortegel.

Die Rascher hatten den Torschrei dann in der 25. Minute erneut auf den Lippen. Torhüter Fritschka war nach einem Tunnel von Birkelbach bereits geschlagen, doch Goss kratzte die Kugel mit letztem Einsatz dann noch von der Linie. Rasch hatte im Verlauf der 1. Halbzeit die besseren Gelegenheiten und hätte durchaus 2:0 in Führung gehen können. Winkelhaid kam hingegen nur zu Halbchancen durch einen Flugkopfball von Bachmeier, einem 20-m-Schuss von Patric Winter, der am Tor vorbeistrich und einen Findik-Freistoß, den Ortegel gerade noch zur Ecke klären konnte. Aufregung dann in der 40. Minute nach einem Zweikampf im Strafraum, an welchem erneut der brandgefährliche Birkelbach beteiligt war. Die Winkelhaider hätten sich nicht beschweren können, wenn es einen Elfmeterpfiff gegeben hätte, doch der Schiedsrichter entschied etwas überraschend auf Stürmerfoul.

In der 2. Halbzeit verflachte die Partie zunehmend. Die Winkelhaider ließen erneut ein Aufbäumen vermissen und gaben sich ihrem Schicksal weitestgehend hin. Es konnte keine einzige Torchance mehr herausgearbeitet werden. Rasch machte nicht mehr als nötig, stand hinten sicher und nutzte nach einem Stellungsfehler in der Winkelhaider Hintermannschaft eine der wenigen Chancen zum spielentscheidenen 2:0 in der 74. Minute durch Christoph Müller. Birkelbach hätte in der Nachspielzeit noch auf 3:0 erhöhen können, hob die Kugel jedoch, nachdem er vier Mann stehen ließ, über den Kasten. Nach einer erneut schwachen Leistung steht die Winkelhaider Mannschaft aktuell abgeschlagen zurecht auf den letzten Tabellenplatz der Kreisliga Neumarkt-Nord, und es bedarf schon einer deutlichen Leistungssteigerung, wenn man die rote Laterne zeitnah wieder abgeben möchte.

FC Ezelsdorf – SV Lauterhofen 2:3 (2:0) – Der FCE legte eine gute erste Halbzeit hin und lag durch zwei herrlich herausgespielte Tore zur Pause mit 2:0 vorne. In der 31. Minute legt Janis Nauhardt für Luka Meyer vor, der den durchgesteckten Ball volley zum 1:0 vollstreckte. Nur drei Minuten später wurde Janis Nauhardt auf der linken Seite geschickt und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck. Ansonsten beherrschte Ezelsdorf das Geschehen in der ersten Halbzeit. Gleich nach Wiederanpfiff erlaubte sich ein Ezelsdorfer Abwehrspieler einen Fehler, Lauterhofen konnte zum 2:1 verkürzen. Dadurch war Lauterhofen wieder im Match, das Spiel selbst war von nun an ausgeglichen. Der Ersatzkeeper des FCE musste zu allem Unglück auch noch verletzt ausscheiden und durch einen Feldspieler ersetzt werden.

Zehn Minuten vor Schluss sorgte eine krasse Fehlentscheidung des Referees und eines seiner Linienrichter für helle Aufregung. Ein Ball war weit über die Außenlinie außerhalb des Spielfeldes, doch ein gegnerischer Spieler holt das Leder wieder ins Feld, spielt steil nach vorne und nach einem Querpass wird im Ezelsdorfer Strafraum auf Foul entschieden. Der Elfer wurde zum Ausgleich verwandelt. Das Klima war dadurch natürlich aufgeheizt, zwei Ezelsdorfer wurden mit Gelb-Rot sanktioniert. In der allerletzten Spielminute gelang den Gästen zu allem Überfluss noch der Siegtreffer.

Nach dem Abpfiff forderte der Schiedsrichter Geleitschutz für sich und sein Gespann an, ebenso später dann auch noch für den Gang aus der Kabine zum Auto. Die FCE-Verantwortlichen betonen jedoch, dass von Seiten des Ezelsdorfer Anhangs nichts Bedrohendes in Richtung der Schiedsrichter ausgegangen sei. Laut Aussage des Unparteiischen wird sein Bericht entsprechend voluminös ausfallen.

N-Land Der Bote
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