Kreisliga Nord

Rasch im Rausch

Im Spiel Ezelsdorf gegen Rasch setzt sich der Ezelsdorfer Tim Allen (Mitte) mit den beiden Raschern Maximilian Puchner (links) und Tobias Birkelbach (rechts) auseinander. | Foto: Vogt2018/10/FC-Ezelsdorf-SV-Rasch.jpg

NÜRNBERGER LAND – Plötzlich Aufstiegsaspirant – so lässt sich die Blitzkarriere der Rascher in den letzten zwei Wochen beschreiben. Zuvor noch tief im Tabellenkeller feststeckend haben sich die Schmidt-Jungs nun bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz rangeschoben. Natürlich auch dank eines Torfeuerwerks, dass sie an diesem trüben Sonntagnachmittag ausgerechnet beim Nachbarn in Ezelsdorf abbrannten. Derweil nimmt der TSV Winkelhaid immer weiter Kurs auf die Kreisklasse. Nach der Niederlage gegen Rednitzhembach sind es bereits neun Punkte bis ans rettende Ufer.

Kreisliga Nord: FC Ezelsdorf – SV Rasch 0:6 (0:3) – Die Gäste aus Rasch gingen von Anfang an hochmotiviert in das Nachbarschaftsderby. Sie übernahmen mit beweglicher Spielanlage die Initiative und kamen folgerichtig auch gleich in der achten Minute zur 0:1 Führung. Der an diesem Tag wieder einmal überragende Tobias Birkelbach schoss aufs Tor, der Ezelsdorfer Keeper Andre Leonhard konnte nur abklatschen und Christoph Müller schob ein. Kurz danach trafen die Gäste die Latte, danach kamen die Ezelsdorfer auch etwas besser ins Match. Tobias Birkelbach ging dann in der 30. Minute nach einem Konter alleine aufs Ezelsdorfer Gehäuse zu und besorgte das 0:2. In der 40. Minute hatten die Ezelsdorfer eine Großchance durch Christian Schönweiß, die jedoch der Rascher Torhüter Felix Ortegel mit Bravour verhinderte. In der letzten Spielminute von Hälfte eins kam Tobias Birkelbach über die linke Seite, seinen Querpass schob Christoph Müller zum 0:3 ein. In der zweiten Spielhälfte waren gerade zehn Minuten gespielt, der Ezelsdorfer Defensive unterlief im eigenen Strafraum ein Foulspiel, den fälligen Elfer verwandelte Stefan Engelhard sicher zum 0:4. Kurz zuvor hatte nochmals Christan Schönweiß eine gute Gelegenheit zur Ergebnisverbesserung. In der 69. Minute spazierte Tobias Birkelbach durch die Ezelsdorfer Abwehr und trifft halbhoch zum 0:5. Das halbe Dutzend machte Christoph Müller in der 74. Minute mit seinem dritten Treffer voll. Ein hochverdienter Sieg für die Rascher, die vor allem in der Verwertung der sich ihnen gebotenen Chancen höchst effektiv waren.

TSV Winkelhaid – SV Rednitzhembach 1:4 (0:2) – Im Gegensatz zum Deininger Spiel zeigten die Winkelhaider wieder ihre alten negativen Tugenden (Fehlpässe am Fließband und individuelle Fehler) und verloren verdient gegen die Gäste aus Rednitzhembach. Bereits in der sechsten Minute das 0:1. Vorausgegangen war ein Einwurf der Heimelf zum Gegner, der dieses Geschenk dankend annahm und durch den agilen Bömoser die Führung erzielte. Die TSV‘ler waren geschockt und spielten noch unsicherer und versuchten es nur mit hohen Bällen, die aber selten zum Mitspieler fanden. Ohne jeglichen Spielwitz mussten die Gäste nur auf die Fehler der Heimelf warten. In der 26. Minute dann das 0:2 durch Schäfer. Er hatte gegen fünf Winkelhaider kein Problem das Tor zu erzielen. Die erste Torchance für die Hausherren erst in der 30. Minute durch Hübner. Findik hätte wenig später nach einem Gewusel im Strafraum den Anschluss machen können. Diese 100-Prozentige wurde aber, wie schon öfter in dieser Saison, nicht genutzt. Kaum war eine Minute in der zweiten Hälfte gespielt, erhöhten die Gäste durch Bömoser auf 0:3. Hoffnung keimte auf, als Lion Kümmerl in der 52. Minute nach einem Solo den Anschlusstreffer erzielte. Winkelhaid war aber weiterhin nicht stabil genug, um den Druck aufrecht erhalten zu können. Die Gäste spielten dagegen taktisch klug und warteten auf Fehler. TSV-Torwart Fritschka verhinderte in der 58. Minute einen höheren Rückstand. Den endgültigen K.o. gab es dann in der 72. Minute. Einen Fehlpass von Winkelhaid im Mittelfeld nutzten die Hembacher mit einem Konter durch Janetzky zum 1:4. In der restlichen Spielzeit passierte nicht mehr viel. Winkelhaid zeigt sich zuhause wieder einmal Kreisligauntauglich und steht somit mit großem Abstand am Tabellenende und hat nun schon neun Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz.

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