Genervte Anwohner am Naturbad Weißenbrunn

Parksituation sorgt für Ärger

An richtig heißen Tagen ist die Parkplatznot groß und die Anwohner leiden unter zugeparkten Straßen und Grundstückseinfahrten. Foto: privat2015/06/weissenbrunnnaturbadparksituation_New_1434460801.jpg

WEISSENBRUNN – Auch diese Medaille hat zwei Seiten: Wer in der Nähe des schönen Naturbads wohnt, hat es nicht weit an heißen Tagen, wenn er sich abkühlen möchte, muss aber die nervige Parksituation in Kauf nehmen. Eine größere Fläche zum Parken ist nicht in der Nähe, also wird der Wagen vor den Grundstücken in unmittelbarer Umgebung abgestellt – nicht immer den Vorschriften entsprechend. Da regt sich schon länger Widerstand, Schilder sollen nun Abhilfe schaffen.

Die Liste der Beschwerden mancher Anwohner ist lang: Die privaten Stellplätze würden belegt, die Einfahrten zugeparkt, beim Ein- und Ausfahren Autos beschädigt und die Rettungswege nicht freigehalten. Dazu käme, dass die Besucher des Freibads zu schnell durch die Wohngegend führen, sich nachts noch zu laut unterhielten und nachlässig gekleidet durch die Straßen flanieren.

All dies ist der Gemeindeverwaltung bekannt, reagiert Christian Lades vom Bauamt auf die Beschwerden. Selbstverständlich hat man sich bereits mit der Situation befasst und auch die Fachbehörde in Person von Günther Lugert von der Polizeiinspektion Altdorf bei der Begutachtung mit eingebunden. Heike Lenz, die für verkehrsrechtliche Dinge bei der Gemeinde zuständig ist, hat eine Begehung mit dem Fachmann vor Ort vorgenommen. Auf jeden Fall soll es zusätzliche Halteverbotsschilder geben, so Lenz, damit der zeitweise starke Besucherverkehr besser geregelt werden kann. Sie sind bereits bestellt, werden demnächst an Ort und Stelle aufgestellt. Eine andere Frage sei allerdings, inwieweit sich die Badegäste an die Vorschriften dann halten. Dies zu kontrollieren, ist natürlich nicht mehr Sache der Gemeinde, sondern der Polizei.

Ein paar Meter zu Fuß

Leider stünden in unmittelbarer Nähe des Bades keine großen Flächen für einen ausgewiesenen Parkplatz zur Verfügung, bedauert Bürgermeister Joachim Lang. Aus seiner Sicht sei es aber durchaus zumutbar, nicht direkt am Naturbad zu parken, sondern „ein paar Schritte“ zu gehen, aber natürlich sei es schwierig, das den Besuchern klarzumachen. Man sei daher auch weiterhin offen für zusätzliche Vorschläge. Dies betont auch Peter Dietl, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Naturbad Weißenbrunn, der ebenso wie die Gemeinde über diverse Medien zu mehr Rücksicht und Vorsicht in der Umgebung des Bades aufgerufen hat. Man habe sich bereits in der Vergangenheit mit der Gemeinde zu diesem Thema ausgetauscht und über Lösungsansätze diskutiert. Ideal wäre es auch aus seiner Sicht, an weniger problematischen Stellen im Ort zu parken oder mit dem Fahrrad zu fahren.

Der Vorschlag zu einer Einbahnlösung, den eine Anwohnerin ins Gespräch gebracht haben will und der von der Verwaltung abgelehnt worden sein soll, war dem Bürgermeister allerdings nicht bekannt. Tatsächlich aber sehe er keine Notwendigkeit für die Einrichtung einer Einbahnstraße. Man wolle eine Verbesserung zunächst auf dem Wege der zusätzlichen Beschilderung versuchen, so Lang. Auch die Beschwerde, die Einfahrt der Anliegerin sei häufig zugeparkt, könne er nur teilweise nachvollziehen. Dies liege nicht allein an der Rücksichtslosigkeit der Freibadbesucher, sondern auch daran, dass die Einfahrt als solche nur sehr schlecht zu erkennen sei.

In einem Punkt sind sich Lang, Dietl und Lades auf jeden Fall einig: Wenn es um die Zufahrt für Rettungsdienste geht, werde man keine Kompromisse eingehen. Die müsse stets gewährleistet sein, denn es wäre nicht zu entschuldigen, wenn sich ein Unfall ereigne und die Einsatzfahrzeuge den Unfallort nicht schnellstmöglich erreichen könnten.

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