Neuer Rektor an der Altdorfer Mittelschule

Schulrat Dr. Gerhard Klenk (rechts) gab Rektor Jörg Baldamus die Empfehlung mit, sich ein „hörendes Herz“ zu bewahren und niemals die Sache über den Menschen zu stellen2011/10/baldamus_New_1318511701.jpg

ALTDORF – Jetzt ist es auch offiziell: In der Altdorfer Mittelschule – bisher Hauptschule – gibt es mit Jörg Baldamus einen neuen Rektor. Bisher war das Gerhard Schnell, der jetzt im Ruhestand ist.

Die Amtseinführung wurde von der Schulband unter der Leitung von Walter Hruby umrahmt, mit Titeln, die sich Baldamus selbst aussuchen durfte: „Let it be“ von den Beatles, „Lady in Black“ von Uriah Heap, „Don’t pay the ferryman“ von Chris de Burgh und “The Rose” von Betty Middler.

Konrektor Gerd Steuer, seit 30 Jahren Lehrer an der Altdorfer Schule und seit sieben Jahren Konrektor, betonte, dass man mit Jörg Baldamus von Anfang an ein vertrauensvolles, offenes Arbeitsklima hatte, wie man es auch von den Vorgängern gewohnt war, teamorientiert und gegenseitig anerkennend. Zusammen mit dem gesamten Team der Schule werde man versuchen, das Ansehen der Mittelschule Altdorf weiter zu stärken.

Bürgermeister Erich Odörfer, Vorsitzender des Schulverbandes, übermittelte Willkommensgrüße an den neuen Rektor auch im Namen von Bürgermeister Michael Schmidt, 
Winkelhaid und Landrat Armin Kroder.

Jörg Baldamus habe die Ferien genutzt, um sich auf den neuen Wirkungskreis vorzubereiten und bei der Aufstellung des Haushaltsplanes für 2012 die Feuertaufe beim Schulaufwandsträger bestanden.

Rektor a. D. Schnell habe in der Vergangenheit Beeindruckendes geleistet. Mit Baldamus sei an die Mittelschule ein neuer „Kapitän“ gekommen. Die bisherige Hauptschule Altdorf sei mit der Einführung der Mittelschule nicht verschwunden. Es sollen aber Kernkompetenzen ausgebaut werden, wie eine fundierte Vorbereitung auf die Berufswelt. Die Mittelschule werde mit ihrem neuen Leiter vertraute Wege gehen und dabei neue Perspektiven finden, so Odörfer, der ein Buch über die Geschichte Altdorfs überreichte.

Der Vertreter des staatlichen Schulamtes, Dr. Gerald Klenk, betonte, dass die Rolle des Schulleiters kein einfacher Posten, aber eine positive Herausforderung sei. Baldamus habe Zukunftsvisionen von Schule, liebe eine klare Struktur und treffe Entscheidungen mit Herz und großer Menschlichkeit. Durch die Arbeit bei der Regierung von Mittelfranken habe er die Verwaltung und die Personalentwicklung kennen gelernt. Er gab dem neuen Rektor die Empfehlung mit, sich ein „hörendes Herz“ zu bewahren und niemals die Sache über den Menschen zu stellen.

Rektor Jörg Baldamus stellte sich kurz vor und betonte, dass er sich freue, an einer Schule zu sein, die stark in das Leben der Stadt eingebunden ist, die von einem engagierten Elternbeirat, von der Stadt, den Kirchen, Vereinen und Unternehmen unterstützt wird. Wenn in den nächsten Wochen der neue Name über der Tür angebracht werde, dann werde es sicher Skeptiker geben, die sich fragen, ob der neue Name auch Veränderungen bringen werde. „Wir alle haben es selbst in der Hand, unsere Schule weiter zu einer Schule auszubauen, die den Anforderungen der Kinder noch besser gerecht wird“, so Baldamus, der auch die Kooperation mit Feucht lobte. Er zitierte Lichtenberg: „Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden“.

Er hinterfragte, was alle für die Kinder wünschen, für die man verantwortlich sei. Sie stark und lebenstüchtig zu machen, war das Anliegen. Die Schüler sollten stark als Mensch, stark als Person sein, sie sollten Persönlichkeit entwickeln und selbstständige eigenverantwortliche Bürger werden, die für sich und für andere Verantwortung übernehmen. Dazu gehören intensives soziales Lernen und elementare zwischenmenschliche Fähigkeiten wie Freundlichkeit, Höflichkeit, Rücksichtnahme und Teamfähigkeit.

Ein wichtiges Augenmerk müsse man auf das Selbstwertgefühl der Jugendlichen richten. Das könne auch durch außerschulische Einrichtungen geschehen. Sie sollten stark für den Beruf sein. Die Schülerinnen und Schüler sollten eine bewusste und passende Berufswahlentscheidung treffen. Schwerpunkte im Bereich des praxisorientierten Arbeitens, Betriebserkundungen, Praktika und Übungsfirmen seien unverzichtbare Maßnahmen und Methoden. Starke Schüler seien auch stark im Wissen. Ohne eine weitere Intensivierung der individuellen Förderung könne man dieser Herausforderung aber nicht erfolgreich begegnen. Ohne den Aufbau eines modularen Förderkonzepts, individueller Lern- und Übungspläne werde man in Zukunft nicht mehr auskommen. Seine Vorgänger hätten in vielen Bereichen hervorragende Vorarbeit geleistet, aber man dürfe nicht stehenbleiben, damit in einer sich immer schneller verändernden Welt eine gleichbleibend gute Schule erhalten werden kann.

Für die Schule wird in Kürze durch Externe eine Stärke-Schwächen Profil erarbeitet, auf dessen Basis man einen Entwicklungsprozess einleiten könne. Der Schulverbund mit der Mittelschule Feucht bringe große organisatorische Herausforderungen mit sich, berge aber auch riesige Chancen. Mitgemeinsamen Lehrerfortbildungen und Konferenzen soll es zu einem Austausch kommen, der eventuell sogar zu einem gemeinsamen pädagogischem Leitbild führen könne. Auf jeden Fall lasse die bisherige gute Zusammenarbeit hoffen, dass man voneinander profitiere. Jörg Baldamus betonte, dass ihn die Anfangszeit an der Mittelschule Altdorf sehr positiv stimme. Die Kollegen seien engagiert und hilfsbereit.

Sein besonderer Dank galt Konrektor Gerd Steuer und Christa Hirschmann von der Verwaltung für die gute Unterstützung. Ein Dank ging auch an die Schülerinnen und Schüler, die unter Anleitung von Ingrid Topp im Schülercafe Sekt und ansprechende Häppchen für die Gäste bereitgestellt hatten. sb/16

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