Altdorf feierte mit einem großen Fest das 150-jährige Bestehen der Wehr

Marktplatz ganz in Feuerwehrrot

Mehr als 120 Jugendliche stellten sich zu Beginn der Feierlichkeiten auf dem Marktplatz ihren Leistungstests. | Foto: Gisa Spandler2017/06/fw-fest1.jpg

ALTDORF – Rot war die dominierende Farbe am vergangenen Wochenende auf dem Markt in Altdorf – zumindest was die Fahrzeuge angeht. Denn die Feuerwehr feierte ihr 150-jähriges Bestehen nicht nur mit einem großen Kommers (wir berichteten), sondern auch mit einem Riesenfest mitten in der Stadt mit verschiedenen Schauen, Live-Musik und Jugendleistungsprüfungen. Und da gehörten die signalroten Feuerwehr-Autos unterschiedlichen Alters mit zum Stadtbild.

Etwa 120 hoch motivierte Jugendliche aus 27 Ortsfeuerwehren aller drei Dienstbezirke des Landkreises sowie zwei Gastgruppen aus dem Saarland begrüßten Bürgermeister Erich Odörfer und Kreisjugendwart Thorsten Brunner am Samstagmittag auf der Bühne, auf der später heftige Beats wummerten. Sie wünschten den jungen Leuten viel Glück bei den Tests zur bayerischen Jugendleistungsspange und dankten ihnen für ihre Engagement. An verschiedenen Stationen zeigte der Feuerwehrnachwuchs dann sein Können, wobei es offensichtlich nicht allein um Schnelligkeit, sondern auch um Genauigkeit ging. Schläuche wurden in großer Eile zusammengeschraubt, das Zielspritzen und Löschschlauchwerfen wurde vorgeführt ebenso wie das gezielte Werfen der Leinenbeutel.

Sehr angetan waren die Verantwortlichen, dass es die Stadt ermöglicht hat, dieses Fest und speziell die Leistungsprüfung im Zentrum und nicht irgendwo abseits auf einem Sportgelände abzuhalten. „Das ist so viel attraktiver und publikumswirksamer“, stellte Thorsten Brunner fest.

Neben den Stationen, an denen die jungen Rothelme im Alter von 14 bis 18 Jahren ihre Fähigkeiten unter Beweis stellten, warben auch andere Rettungsorganisationen wie Polizei, Rotes Kreuz, ADAC oder Bergwacht, aber auch der TV Altdorf mit verschiedenen Aktionen um Aufmerksamkeit. In einer ganz besonderen Modenschau wurden die unterschiedlichen Uniformen und Anzüge der Feuerbekämpfer vorgeführt und selbstverständlich gab es Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kleinen sowie jede Art von Verköstigung für Jung und Alt. Höhepunkt im wahrsten Sinn des Wortes war das Ausfahren der langen Drehleiter. Ohne zu zögern stieg Bürgermeister Erich Odörfer zusammen mit dem FW-Maschinisten Peter Bogner in den Korb, bestand dabei auf mediale Begleitung und schwärmte zurecht von der fantastischen Aussicht, die die exponierte Plattform in 30 Metern Höhe über der Wallensteinstadt bot.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler